Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rickenbach Nach Tod im Zeltlager: Strafverfahren eingestellt

Von
Polizisten nehmen Anfang August in Rickenbach ein ramponiertes Zelt in Augenschein. Foto: dpa

Rickenbach - Ein Unglück überschattet im Sommer das Zeltlager einer Jugendgruppe im Schwarzwald. Ein 15-Jähriger wird im Zelt von einem Baum erschlagen. Sein Tod bleibt ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod eines 15-Jährigen, der im Zeltlager im Schwarzwald von einem Baum erschlagen wurde, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Es habe kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten festgestellt werden können, teilte die Behörde in Waldshut-Tiengen (Kreis Waldshut) am Mittwoch mit. Den Betreuern des Zeltlagers für Jugendliche in einem Wald bei Rickenbach könne kein Vorwurf gemacht werden. Alle Aufsichts- und Sicherungspflichten seien erfüllt worden.

Das Unglück hatte sich Anfang August vergangenen Jahres ereignet. Ein Baum war durch einen Gewittersturm auf ein Zelt gestürzt, in dem sich mehrere Jugendliche aufhielten. Der 15-Jährige wurde von dem Baum erschlagen, drei Kinder und Jugendliche wurden schwer verletzt.

Mit Unglück konnte niemand rechnen

Mit dem Unglück habe niemand rechnen können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das hätten die Untersuchungen erheben. Der Baum, eine Weißtanne, sei durch eine plötzliche und unerwartete Sturmböe zu Fall gebracht worden und habe den Jungen unter sich begraben. Diese Gefahr habe sich nicht abgezeichnet, eine konkrete Sturmwarnung habe es nicht gegeben. Den Betreuern könne daher kein Vorwurf gemacht werden.

Auch Versäumnisse der Forstwirtschaft gebe es nicht. Die Bäume seien regelmäßig kontrolliert worden, Zweifel an der Standfestigkeit des Baumes seien dabei nicht zu erkennen gewesen.

Der Junge, der bei dem Unglück ums Leben kam, hatte die Nacht in einer Gruppe von 17 Jugendlichen und 4 Betreuern auf einem Waldspielplatz in Rickenbach verbracht. Ein Teil der Gruppe lagerte in einer hölzernen Schutzhütte. Mehrere Teilnehmer, darunter das Opfer, waren in einem Zelt. Im Gewittersturm stürzten zwei große Bäume um, einer davon traf das Zelt.

Die Jugendgruppe hatte an einem Zeltlager der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Schwörstadt (Kreis Lörrach) teilgenommen und von dort aus eine Wanderung unternommen. In Rickenbach hatten sie dabei ihr Nachtlager aufgeschlagen.

Fotostrecke
Artikel bewerten
2
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.