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Richy Müller "Jeder Tag könnte der letzte sein"

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Foto: SWR / Schweigert
Stuttgart - Richy Müller schätzt die Unabhängigkeit. An den "Tatort" aus Stuttgart hat er sich dennoch gebunden. "Altlasten", sein fünfter Fall als Kommissar Lannert, ist auch die 750. Folge der ARD-Reihe.

Herr Müller, warum gehen Sie ohne Familie auf Verbrecherjagd. Mögen Sie keine Familie?

Doch natürlich. Aber nicht als "Tatort"- Ermittler. Da fehlt die Zeit, um neben dem Fall noch eine Familiengeschichte zu erzählen. Deshalb habe ich mir einen familiär ungebundenen Kommissar gewünscht.

Aber eine Oma hätten Sie Lannert gerne zur Seite gestellt?

Stimmt. Allerdings wäre eine richtige Oma natürlich Quatsch gewesen. Die hätte dann um die 100 Jahre alt sein müssen, um wirklich Lannerts Oma zu sein.

Aber?

Ich wollte gerne die ältere Generation dabei haben. Wir hätten ja nicht gleich verwandt sein müssen. Das könnte man dramaturgisch anders lösen. Alte Menschen kommen in Filmen viel zu wenig vor. Die Mischung, das Generationenübergreifende fehlt.

Der Fall "Altlasten" beschert Ihnen zwar die Oma. Allerdings auch generationenübergreifende Abgründe.

Das Thema Generationenaustausch ist schön getroffen. Alles spielt ganz kompakt in einer Familie. Das ist sehr gelungen. Und dann noch mit so einer entzückenden Kollegin wie Bibiana Zeller, die mit ihren 82 Jahren beim Drehen so eine Power an den Tag gelegt hat. Das war beeindruckend.

Haben Sie Angst vor dem Alter?

Nein. Auch wenn irgendwann das Thema Tod immer präsenter wird. Jeder Tag könnte der letzte sein.

Sie sind erst 54.

Selbst wenn ich 100 Jahre alt werden sollte, ist jetzt schon zweite Halbzeit. Ich habe keine Angst vor dem Alter und auch nicht vor dem Tod. Höchstens vor dem Sterben. Ich hoffe, dass ich gesund sterbe. Ich akzeptiere den Tod als Teil des Lebens.

Haben Sie vor gar nichts Angst?

Doch klar. Da sind zum Beispiel die üblichen Ängste um meine beiden Kinder. Dass ihnen nichts zustößt.

Wie ist es mit der Angst vor der Festlegung auf eine bestimmte Rolle?

Das kann mir nicht noch mal passieren. Dafür bin ich zu lange im Beruf und losgelöst von irgendwelchen Etiketten. Das einzige, was mir anhängt, ist der Richy.

Dessen Namen Sie ja auch tragen.

Aber nicht, weil ich ihn mir bewusst ausgesucht hätte. Eher umgekehrt. Nach der "Großen Flatter" war ich für alle einfach der Richy. Die drei Folgen haben 1979 über 22 Millionen Menschen gesehen. Das war ein Straßenfeger. Irgendwann kam dann die Überlegung, dass das auch offiziell mein Vorname werden könnte.

Ist der richtige denn so schlimm?

Naja, wenn du in der Schauspielschule bist und Hans-Jürgen Müller heißt, machst du dir natürlich so deine Gedanken.

Die Zusage zum "Tatort" war die erste feste Verpflichtung Ihrer Karriere?

Und eine der schnellsten Zusagen, die ich je gegeben habe.

Warum?

"Tatort" ist Kult. Und "Tatort" heißt Qualität. Jeder, der für diese Reihe dreht, weiß das. Gute Autoren schreiben gute Bücher, die von guten Regisseuren mit guten Schauspielern verfilmt werden.

  • Der "Tatort" läuft am 27.12 um 20 Uhr in der ARD.
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