So cremen Sie sich richtig ein. Foto: TierneyMJ/shutterstock.com

Sommer, Wärme, Eis und Meer – so stellt man sich einen perfekten Sommertag vor. Wäre da nicht die brennende Sonne, welche unserer Haut schaden kann. Wie Sie einem Sonnenbrand vorbeugen, lesen Sie in diesem Artikel!

Ein Sonnenbrand kann schmerzhaft sein und sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Betroffene Stellen röten sich, werden heiß und können leicht anschwellen. Wer einmal einen stärkeren Sonnenbrand hatte, weiß, dass nebenbei auch Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten können. Aber nicht nur das, mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Haut ausreichend vor der Sonne schützen.

10 Tipps, wie Sie sich richtig eincremen

1. Creme oder Spray?

Allgemein haben Sonnencremes einen deutlich höheren Schutz als Sonnensprays. Der Grund ist, dass die fetthaltige Substanz die Wirksubstanz besser bindet. Dasselbe gilt für Sonnenmilch.

2. Viel hilft viel

Die Regel „weniger ist mehr“ gilt in diesem Fall nicht. Achten Sie darauf, ausreichend Sonnencreme zu verwenden. Orientieren Sie sich dabei an der Packungsanweisung oder an dieser Faustregel: 3 volle Esslöffel Sonnencreme für den Körper, 1 Teelöffel für das Gesicht. Je mehr Haut durch Kleidung verdeckt ist, desto weniger Sonnencreme brauchen Sie natürlich.

3. Wichtig: UVA-Schutz

Achten Sie darauf, dass Ihre Sonnencreme neben den UVB-Strahlen auch gegen die UVA-Strahlen schützt. Zwar wird ein Sonnenbrand hauptsächlich durch UVB-Strahlen ausgelöst, allerdings können sich die UVA-Strahlen langfristig schlecht auf die Haut auswirken. Ob Ihre Sonnencreme gegen die UVA-Strahlen schützt, erkennen Sie an dem UVA-Siegel auf der Verpackung.

4. Lichtschutzfaktor

Der empfohlene Lichtschutzfaktor für Kinder liegt bei mindestens 30, bei Erwachsenen bei mindestens 20. Wenn Sie sich allerdings unsicher sind, können Sie jederzeit einen höheren Faktor wählen!

Wissenswert: Der Lichtschutzfaktor gibt an, um das Wievielfache sich der Eigenschutz unserer Haut verlängert. Ist Ihr Eigenschutz beispielsweise 10 Minuten und Sie verwenden eine Sonnencreme mit LSF 30, so wird der Eigenschutz auf das 30-fache verlängert, in diesem Fall also auf 300 Minuten. Allerdings variiert dies je nach Hauttyp. Ziehen Sie daher immer 1/3 der berechneten Zeit ab, um sicher zu gehen.

5. Hauttypen

Je nach Hauttyp muss man besonders auf den Lichtschutzfaktor achten. Vor allem sehr hellhäutige Menschen sind anfällig für einen Sonnenbrand und sollten daher einen Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor wählen. Im Folgenden lesen Sie eine Beschreibung zu jedem Hauttyp mit einer Lichtfaktor-Empfehlung.

Hauttyp 1

  • Hautfarbe sehr hell und blass
  • Haarfarbe meist rot
  • Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten
  • Lichtschutzfaktor: 30-50+

Hauttyp 2

  • Hautfarbe hell
  • Haarfarbe meist blond
  • Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten
  • Lichtschutzfaktor: 20-50

Hauttyp 3

  • Hautfarbe hellbraun
  • Haarfarbe meist dunkelblond
  • Eigenschutzzeit: 15-25 Minuten
  • Lichtschutzfaktor: 15-30

Hauttyp 4

  • Hautfarbe braun
  • Haarfarbe dunkel
  • Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten
  • Lichtschutzfaktor: 10-15

6. Sonnencreme im Wasser

Wenn Sie einen Badetag planen, so denken Sie daran, sich mindestens 20 Minuten vor dem Baden einzucremen. Vorher haben die Schutzmittel keine Zeit in die Haut einzuziehen und die Sonnencreme spült sich mit dem ersten Sprung ins Wasser ab. Dadurch wäre kein Sonnenschutz mehr gewährleistet und es bestünde ein hohes Risiko für einen Sonnenbrand.

7. Eincremen im Schatten

Ein häufiger Fehler beim Eincremen ist, dass viele Menschen glauben, im Schatten müsse man sich nicht eincremen, da dort keine Sonne hingelangt. Dies ist allerdings falsch! Die Strahlungsintensität wird von den meisten Flächen reflektiert, wie beispielsweise vom Sand, von Hausmauern, der Straße und vielem mehr. So können vor allem empfindliche Menschen auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen.

8. Jahreszeiten

Einen Sonnenbrand im Winter? Ja, auch das ist möglich. Denken Sie nicht nur im Sommer daran, sich ausreichend einzucremen. Hält man sich auch in den anderen Jahreszeiten lange in der Sonne auf, sollte man unbedingt an den Sonnenschutz denken. Gerade in den kälteren Jahreszeiten ist die Haut durch die Heizungsluft und die Kälte gereizt, wodurch sie viel stärker auf eine geringere Menge an UV-Strahlen reagiert als im Sommer.

9. Mittagssonne meiden

In der Sommerzeit sollten Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Zu dieser Tageszeit steht die Sonne am höchsten und es besteht ein hohes Risiko einen Sonnenbrand zu bekommen. Sind Sie allerding trotzdem unterwegs, sollten Sie sich sorgfältig eincremen und keine Körperstellen auslassen. Oft werden Nacken, Füße oder die Lippen vergessen.

10. Haltbarkeit von Sonnencreme

Laut der Verpackung heißt es meistens, dass man eine Sonnencreme nach dem Öffnen noch 12 Monate verwenden kann. Allerdings ist dies nur ein Richtwert. Experten sagen, dass eine Sonnencreme 2-3 Monate länger verwendet werden kann. Danach sollte Sie allerdings entsorgt werden, da sie keinen ausreichenden Schutz mehr bietet.

Ansonsten gelten folgende Regeln:

  • Sonnencreme kalt lagern, am besten im Kühlschrank.
  • Verändert sich die Konsistenz der Sonnencreme, sollte man sie nicht mehr verwenden.
  • Lieber kleine Größen kaufen und diese aufbrauchen, als Großverpackungen zu kaufen und diese wegzuschmeißen.
  • Lässt man die Sonnencreme in der Sonne liegen, verdirbt sie schneller.

Natürlich ist die Sonnencreme nicht die einzige Schutzmöglichkeit vor der brennenden Sonne. Wenn man sich ausreichend vor einem Sonnenbrand schützen möchte, kann man auch auf passende Kleidung setzen, denn Kleidung schützt uns auch vor den gefährlichen UV-Strahlen. Je enger und dicker das Stoffgewebe ist, desto weniger UV-Strahlen dringen durch. Gerade Kinder zwischen 0 und 1 Jahr sollte man nicht eincremen. Ihre Haut ist noch sehr empfindlich und die Inhaltstoffe der Sonnencreme können sich negativ auf den Körper auswirken. Ziehen Sie Ihrem Kind also lieber lange Kleidung an, auch wenn es im Wasser ist.

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