An Neuweilers genossenschaftlich getragener Senioren-Einrichtung wird Richtfest gefeiert. Gut 100 interessierte Zuschauer verfolgt das Geschehen.
„Ich will Dich segnen, und Du sollst mein Segen sein“, zu diesem Wort aus dem Buch Mose sprach Pfarrer Tobias Lehmann zum Richtfest für Neuweilers Senioren-Einrichtung, die an der Ecke Wildbader Weg/Rathausgasse durch die Bürgergenossenschaft Neuweiler (BüGeno) entsteht.
Den von gut 100 Zuschauern verfolgten Richtspruch hielt von hoch oben der durch Handwerker-Kollegen flankierte Zimmermeister Oliver Dittus von der einheimischen Firma Schaible Holzbau. „Er war vor Ort federführend“, sagte sein Chef, Betriebsinhaber Ewald Schumacher, der die Zeremonie in Zimmermannstracht aus den Zuschauerreihen verfolgte.
Besucher aus „Herbstrose“ verfolgen as Geschehen
Auch drei Kleinbusse standen im Wildbader Weg, vor und aus denen Besucher der Tageseinrichtung Herbstrose das Geschehen verfolgten. Dem Vernehmen nach freuen sie sich mächtig auf den im Herbst geplanten Umzug aus dem Gewerbegebiet ins neue Domizil. Bisher erleben sie zwar auch dort in ansprechend hergerichteten Räumen, begleitet von Hannelore Rack und ihrem Team, schöne Stunden.
Aber sicher trifft zu, wenn Oliver Dittus „nach alter Sitte“ zu dem mit Dach und auch schon Fenstern ausgestatteten „Bauwerk jetzt in unserer Mitte“ im ersten von neun Vier- und Sechszeilern reimte: „Ein Heim geschaffen mit Bedacht, wo Geborgenheit den Bewohnern lacht.“
Mit guten Wünschen nahm Dittus einen Schluck auf die Bauherrschaft. Ein weiterer folgte auf den der Zeremonie beiwohnenden Wildberger Planer Fritz Kempf und sein Team vom Architektenbüro Dorner und Partner.
„Der dritte Schluck gilt den Kollegen, sie mussten sich hier tüchtig regen. Damit das Richtfest hier zur Stunde, zu feiern war in dieser Runde“, hieß es, ehe der Sprecher das Glas von Glück- und Segenswünschen begleitet mit wuchtigem Wurf am Boden zersplittern ließ.
Anschließend unterstrich Pfarrer Tobias Lehmann, die BüGeno mache das von ihm zitierte Wort aus dem Buch Mose sichtbar. Diese bilde eine starke Gemeinschaft. Das Team der Herbstrose zeige Geduld, Hilfsbereitschaft und Respekt. In dem seine Worte abschließenden Segen band auch er den Wunsch ein, das Haus möge Geborgenheit geben.
Spatenstich erfolgte im vergangenen Frühjahr
Die Vorstandssprecherin der BüGeno, Anita Burkhardt, führte in kurzen Worten aus, dass sie für die Arbeit danke, die bei den Beteiligten so reibungslos Hand in Hand gegangen sei. Bauherr seien die insgesamt 189 Mitglieder der Genossenschaft. Zur Feier lud sie ins benachbarte „Goldene Lamm“ ein. Sie wies darauf hin, dass gerne weitere Teilhaber in die BüGeno aufgenommen werden.
Sicher trifft zu, was eine auswärtige Besucherin aus dem Publikum meinte: Eine solche Zahl an Genossenschaftsmitgliedern in einer Gemeinde dieser Größe sei doch sehr beachtlich.
Erster Spatenstich war mit der Neuweiler‘ Firma Aichele Bau im vergangenen Frühjahr. Nicht nur die Räume der Herbstrose sollen in der zweiten Jahreshälfte bezugsfertig sein. Dies gilt auch für zwölf Zimmer einer selbst verwalteten, betreuten Wohngemeinschaft im Obergeschoss des inzwischen stolzen Baus, und für drei zum Verkauf stehende Eigentumswohnungen mit 43, 68 und 75 Quadratmetern Fläche im Dachgeschoss sowie eine 53 Quadratmeter große Wohnung im Untergeschoss. Diese steht bei Interesse für Mitarbeiter zur Verfügung.
Wer mehr über die Herbstrose, deren Trägerverein Miteinander und Füreinander in Neuweiler (MFN) oder die BüGeno und ihr Bauvorhaben wissen möchte, wird unter www.mfn-neuweiler.de fündig.