Nach dem Richtspruch auf dem Dach Foto: Eyckeler

Der Rohbau in der Friedrichstraße steht. Beim Richtfest hat die Volksbank als Bauherrin den weiteren Zeitplan bekannt gegeben. Der Einzug für die Müller-Filiale ist schon geplant.

Das Bäumchen steht auf dem Rohbau des Wohn- und Geschäftshauses „Am Rappenturm“. Martin Pfister von der Firma Siedler Holzbau steht mit seinen Zimmermannskollegen ganz oben auf dem Gerüst und verliest den Richtspruch: Kein Brand, keine Wasserflut solle das Gebäude heimsuchen, von Krieg solle es verschont bleiben sowie die Handwerker von Unfällen verschont bleiben. Dann wirft er traditionell das Glas zu Boden. Zum Richtfest des Wohn- und Geschäftshaus in der Balinger Friedrichstraße hat am Freitagmittag die Volksbank Hohenzollern-Balingen als Bauherrin eingeladen. Zu diesem Anlass haben alle Akteure einen Lagestandsbericht zum bisherigen Verlauf des Baus und der geplanten Fertigstellung gegeben. Diese ist laut Joachim Calmbach, Vorstand der Volksbank Hohenzollern-Balingen, für Anfang kommenden Jahres geplant. „Dann haben wir immer noch ein wenig Puffer, falls es doch etwas später werden sollte“, sagt Calmbach.

 

Noch vor Ostern 2025 soll eine Filiale der Drogeriemarktkette Müller ins Erdgeschoss und ins erste Obergeschoss des viergeschossigen Gebäudes einziehen. Für Balingens Oberbürgermeister Dirk Abel ist das ein starkes Zeichen und Bestätigung, dass der Einzelhandel sich in Balingen weiter entfaltet – neben den Drogeriemärkten dm und Rossmann entsteht im Ortsteil Weilstetten ein Netto-Markt.

Baukosten sind nach oben gestiegen

Erwin Schairer vom Architekturbüro Schairer und Partner, das sich in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt hatte, präsentierte Details zum Bau: Neben der Müllerfiliale mit 1700 Quadratmeter Verkaufsfläche bietet das Gebäude Platz für drei Büro- sowie sieben Wohneinheiten. „Bislang haben wir noch keine Mietverträge abgeschlossen“, sagt Calmbach, allerdings gebe es zahlreiche Interessenten.

Baukosten sind nach oben gestiegen

Ursprünglich plante der Bauherr mit Kosten in Höhe von 13 Millionen Euro. Corona-Pandemie, einhergehende Verzögerungen sowie der Ukraine-Krieg trieben die Baukosten allerdings nach oben. Nach aktuellem Stand rechnet die Volksbank mit Baukosten von 16 Millionen Euro.