Das Büro- und Werkstattgebäude des Bau- und Gartenbetriebs nimmt Form an. Fünf Monate nach dem Spatenstich wurde am Freitag das Richtfest gefeiert. Der Um- und Ausbau des Betriebsgeländes ist im Zeitplan und wird nach aktuellem Stand 1,3 Millionen Euro weniger kosten als zunächst geplant.
„Wir erleben gerade sehr schwierige Zeiten“, so Baubürgermeister Tilman Petters bei seiner Begrüßung auf dem Betriebsgelände des Bau- und Gartenbetriebs Lahr (BGL). „Umso schöner ist es, dass wir nun auf einer Baustelle stehen können, die in die Zukunft weist.“
Fünf Monate nach dem Spatenstich ist der Rohbau des ersten Bauabschnitts des Um- und Ausbaus am Betriebsgelände der BGL fertiggestellt. Ziel ist eine effizienteres Büro- und Werkstattgebäude. 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie für den Betriebshof erstellt. Das Lahrer Architektenbüro Meurer erarbeitete ein Konzept für einen effektiveren Arbeitsablauf mit zeitgerechten Anforderungen. Die Studie zeigte laut Stadtverwaltung, dass der Betrieb am Standort bleiben kann, wenn die Gebäude neu organisiert werden. Ende vergangenen Jahres wurde nach Zustimmung des Gemeinderats der Bauantrag eingereicht. Nun gibt es gute Nachrichten: Im Juli berichtete die Stadt von Kosten von circa 12,6 Millionen Euro für den Um- und Ausbau. Momentan belaufen sie sich „nur“ noch auf rund 11,3 Millionen Euro.
BGL ist breit aufgestellt
Beim Richtfest ging Petters auf die Notwendigkeit des Projekts ein. Man habe etwa festgestellt, dass die Rüstzeiten nicht optimal seien. Auch bei der Unterbringung der Fahrzeuge gebe es Verbesserungspotenzial. „Es wird Arbeitszeit verschleudert und Material über die Maßen beansprucht“, so Petters. Man könne die Situation effektiver gestalten, damit mehr praktische Arbeitsleistung herauskomme. Schon beim Spatenstich hatte Architekt Dieter Meurer berichtet, dass die Büros des BGL bislang in mehreren Wohnungen und die Fahrzeuge in Einzelgaragen untergebracht seien.
Es ginge darum, so Petters beim Richtfest, eine Anlage zu errichten, die dem Betrieb ermögliche mehr das zu tun, was er eigentlich tun solle. Der BGL sei „unglaublich breit“ aufgestellt. „Wir sprechen hier von den Bereichen Friedhof bis Kfz-Werkstatt“. Der Umbau sei auch ein Zeichen nach außen und an die Wirtschaft.
Kommenden Sommer geht es mit dem zweiten von drei Bauabschnitten weiter
„Das Richtfest ist für mich eines der größten Feste in der Bauphase“, so Architekt Meurer. Zum ersten Mal sehe man, wie sich das Gebäude einfügt, zum ersten Mal könne man es betreten und sehen, wie die Räume wirken. Vor fünf Monaten habe es vor Ort noch ganz anders ausgesehen: Im Sommer wurde das frühere Verwaltungsgebäude abgebrochen, an diesem Standort ist nun der Rohbau des neuen Büro- und Werkstattgebäudes entstanden.
Das Bauvorhaben am BGL-Betriebsgelände ist in insgesamt drei Abschnitte gegliedert. Bis Ende Sommer 2025 soll der erste Bauabschnitt fertig sein, so dass Verwaltung und Werkstätten umziehen können. Beim darauf folgenden zweiten Abschnitt ist nach Abbruch der in die Jahre gekommenen Hallen eine große einheitliche Fahrzeughalle für den Fuhrpark geplant. Die neu entstehenden Dächer sollen begrünt oder mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Unterhalb der Neubauten sollen Zisternen installiert werden, die den Wasserbedarf des Betriebs größtenteils decken. Im finalen Bauabschnitt werden dann die Bestandsgebäude in kleinen Teilen saniert.
Weitere Planungen
Zum Spatenstich Anfang Juli informierte die Stadt, dass bis 2027 alle Arbeiten abgeschlossen sein sollen. Das wird nun in einer Pressemitteilung zum Richtfest bekräftigt: „Bereits 2027 sollen alle drei Bauabschnitte der Neuorganisation des Betriebsgelände am Bau- und Gartenbetrieb in Lahr abgeschlossen sein“, heißt es da.