Isabell Sawade und Darja Varfolomeev mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung des „Silbernen Lorbeerblatt“ in Berlin. Foto: Frei

Die Arbeit der Bochingerin wird beim Welttunverband anerkannt und bestätigt. Mit Olympiasiegerin Darja Varfolomeev bei der Auszeichnung mit dem Silbernen Lorbeerblatt in Berlin beim Bundespräsidenten.

Für Sawade bedeutet dies: „Die Wahl bestätigt meine Arbeit im Weltturnverband und dass viele nationale Turnverbände aus allen Teilen der Welt damit zufrieden sind. Es ist nun mein dritter olympischer Zyklus und ich bin von den TK-Mitgliedern (Präsidentin ausgenommen) die Dienstälteste und wohl auch Erfahrenste.“

 

Vielseitiger Aufgabenbereich

Die Aufgabenbereiche sind dabei vielseitig erklärt sie. „Als Technisches Komitee erarbeiten wir die Wertungsvorschriften, leiten Weltmeisterschaften und Weltcup-Turniere, bestimmen den Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele, entwickeln neue Wettkampfformate, schulen Trainer und Kampfrichter und vieles mehr. Ich kann da durchaus meine Ideen einbringen. Wir diskutieren viel und versuchen die beste Lösung für unsere Sportart zu finden.“

Großer zeitlicher Aufwand

Isabell Sawade, die im Schwäbischen und Deutschen Turnerbund schon seit vielen Jahren engagiert ist, hat damit auf vielen Ebenen Aufgaben. Lässt sich das gut organisieren? „Der zeitliche Aufwand ist tatsächlich eine Herausforderung. Momentan bereiten wir den neuen Olympia-Zyklus vor und da finden sehr viele Kurse (online und in Präsenz) statt. Dann kommen wieder Wettkämpfe. Es ist tatsächlich nicht immer einfach“, beschreibt sie ihren „Job“.

Da sind dann Anlässe wie die Verleihung des „Silbernen Lorbeerblatt“, die kürzlich in Berlin stattfand und durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Medaillengewinnerinnen und Gewinner der Olympischen Spiele in Paris in einem großen Rahmen überreicht wurde, eine besondere Würdigung.

Verleihung hat hohen Stellenwert

„Die Verleihung hat einen sehr hohen Stellenwert. Darja Varfolomeev ist erst die zweite deutsche Medaillengewinnerin in der Rhythmischen Sportgymnastik bei Olympischen Spielen. Ich weiß gar nicht, welche Gymnastinnen überhaupt das Silberne Lorbeerblatt verliehen bekommen haben. Es war auch ihr 18. Geburtstag und das wurde vom Bundespräsidenten erwähnt, somit hatte Darja unter vielen erfolgreichen Sportlern nochmals eine besondere Stellung“, so Isabell Sawade.

Tolle Atmosphäre

Es herrschte eine tolle Atmosphäre. „Die Veranstaltung war sehr schön. Viele erfolgreiche Sportler waren da“, schwärmt Sawade und berichtet: „Moderiert wurde die Veranstaltung von Johannes B. Kerner und zum Schluss wurde von allen die Nationalhymne gesungen. Da hatte man schon Gänsehaut. Beim anschließenden Empfang konnten wir mit dem Bundespräsidenten sprechen. Er war sehr nett und interessierte sich für unsere Anliegen. Wir hoffen, dass er zu unserer Heim-WM 2026 kommt und sich die Wettkämpfe anschaut.“

Qualifizierte Trainer sind nötig

Durch den Erfolg von Darja Varfolomeev bei Olympia rückte die Rhythmische Sportgymnastik in den Fokus und erreichte eine große Aufmerksamkeit. Zur Frage, ob das Olympiagold von Darja sich in irgendeiner Form auch positiv auf die RSG in den Vereinen des STB ausgewirkt habe, dass sich mehr Mädchen für diesen Sport begeistern, erklärt Isabell Sawade: „Das Interesse in den Vereinen ist tatsächlich sehr groß. Da müssen wir als Verband schauen, dass wir genügend qualifizierte Trainer haben, die diesen Boom bewältigen können. Das Medieninteresse ist auch da und wir hoffen, dass wir noch den einen oder anderen wirtschaftlichen Partner gewinnen können.“