Unter anderem ist als Ausgleichsfläche im Rheinvorland ein größeres Eidechsenhabitat vorgesehen (Symbolfoto). Foto: Pixabay

Die Stadt Weil am Rhein beteiligt sich an den Kosten für ökologische Ausgleichsmaßnahmen.

Der Ortschaftsrat Haltingen und der Bauausschuss stimmten dem bis zur Höhe von 150 000 Euro zu.

 

Für die Weiterentwicklung des Rheinparks in Friedlingen hatte die Rheinhafengesellschaft Flächen zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug dafür sollte der Hafen neue Perspektivflächen im Norden erhalten. Um dort eine geordnete Weiterentwicklung zu ermöglichen, ist der Bebauungsplan „Rheinvorland II“ erstellt und im August 2021 beschlossen worden.

Noch nicht realisiert

Dieser sieht auch ökologische Ausgleichsflächen außerhalb des Gebiets, unter anderem ein größeres Eidechsenhabitat zwischen der Kläranlage Bändlegrund und der Autobahn, vor. Diese Ausgleichsmaßnahmen sind bislang aber noch nicht realisiert worden.

Die Planung und Fertigstellung dieser Flächen müsse nun aber dringend angegangen werden, sagte Stadtbauamtsleiter Christian Renner in Ortschaftsrat und Bauausschuss. Wie schon beim Bebauungsplan, wollen sich Rheinhafengesellschaft und Stadt nun auch bei der Realisierung der Ausgleichsmaßnahmen die Kosten teilen. Die Federführung werde die Rheinhafengesellschaft übernehmen, die die Hälfte ihres Aufwands der Stadt in Rechnung stellen werde. Die Vereinbarung zur Kostenübernahme sieht einen Höchstbetrag von 150 000 Euro für den städtischen Anteil vor.

Axel Schiffmann (UFW) fragte im Ortschaftsrat nach, warum die Stadt einen Teil der Kosten übernehme, wenn es doch um Hafengelände gehe. Dieses aber sei nur zu rund 48 Prozent im Besitz der Rheinhafengesellschaft, der Rest gehöre der Stadt, erklärte Renner: „Durch die Maßnahmen wird also auch unser Besitz aufgewertet und wertvoller.“

Zügig fertigstellen

Die Ausgleichsmaßnahme außerhalb des Bebauungsplangebiets soll zügig fertiggestellt werden, so dass die Eidechsen noch diesen Sommer dorthin umgesiedelt werden können. Bekanntlich will sich im Geltungsbereich auch die Straßen- und Gleisbaufirma Zürcher mit einem Logistik- und Recyclingzentrum ansiedeln, weshalb sich der Bebauungsplan „Rheinvorland II“ bereits in seiner ersten Änderung befindet.