Eugen Gekle (rechts) und sein Sohn Sascha Gekle sind die beiden "Herren des Rexinger Maislabyrinths". Foto: Gezener

Seit Monatsbeginn können Besucher sich wieder im Rexinger Maislabyrinth irren. Bis zum 10. September hat der "Irrgarten" jeden Tag zwischen 13 und 20 Uhr geöffnet – auch an Sonntagen. Das Labyrinth ist aber nicht die einzige Attraktion.

Horb-Rexingen - Die 19. Auflage des Rexinger Maislabyrinths hat es in sich: Das Labyrinth nimmt sich eines Märchenklassikers in besonderer Form an: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Um das Motiv in das Maisfeld "hineinzuschneiden" habe man im Juni zwei Tage benötigt, sagt Sascha Gekle, der zusammen mit seinem Vater Eugen Gekle das diesjährige Maislabyrinth organisiert hat.

Dabei ist das Rexinger Maislabyrinth eigentlich kein reines Maislabyrinth, sondern streng genommen ein Mais- und Wildblumenlabyrinth. "Wir wollten dem Ganzen einen speziellen Charme verleihen. Deshalb gibt es hier nicht nur Futtermais. Wir haben das auch schon im vergangenen Jahr so gemacht", sagt Eugen Gekle.

Im Labyrinth gibt es vier Rätsel-Stationen mit Quizfragen zum Märchen der Brüder Grimm. Wer die Fragen auf einer am Eingang erhältlichen Quiz-Karte richtig beantwortet, seine Anschrift darauf eingibt, und die ausgefüllte Karte in einen Briefkasten im Eingangsbereich einwirft, kann Geld- oder Sachpreise gewinnen: Der Hauptpreis ist ein Gewinn in Höhe von 150 Euro.

Eugen Gekle: "Die Leute wollen halt einfach wieder raus an die frische Luft"

Aber nicht nur das Maislabyrinth selbst, sondern auch überdachte Sitzgelegenheiten, eine Strohhüpfburg und eine große Spielfläche und bieten vielerlei Möglichkeiten für Spaß und Vergnügen. Für die Verpflegung ist vor Ort gesorgt. Es gibt einen Kiosk mit Getränken, Eis, aber auch Kaffee.

Wir waren im Sommer 2020 in Rexingen vor Ort:

Am Labyrinth gibt es darüber hinaus verschiedene Blumen wie Dalien, Gladiolen und Sonnenblumen, die man sich selbst schneiden kann – natürlich gegen Bezahlung. In etwa drei bis vier Wochen werde es dann auch Kürbisse geben, "von klein bis groß", wie Eugen Gekle verrät.

"Das Wetter könnte schon gerne besser sein", erhofft sich Eugen Gekle. "Aber selbst bei Regenwetter kommen Besucher hierher. Als es am Dienstag stark geregnet hatte, kamen einige Besucher mit Gummistiefeln, Regenjacken und Regenschirmen ausgestattet ins Maislabyrinth", merkt Sascha Gekle an. "Die Leute wollen halt einfach wieder raus an die frische Luft", erklärt Eugen Gekle das Besucherinteresse selbst bei regenhaftem Wetter.

Maske muss dort getragen werden, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann

Wer sich im Rexinger Maislabyrinth irren möchte, kann ohne Voranmeldung einfach vorbeikommen. Nur eine Mund-Nasen-Bedeckung sollte man mitbringen, die man im Kassenbereich und überall dort tragen muss, wo der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Im Maislabyrinth selbst kann man die Maske abnehmen. Aufsetzen muss man sie im "Irrgarten" nur dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Wege im Labyrinth sind aber breiter als in den Vorjahren gemäht worden, so dass der Mindestabstand aller Regel auch eingehalten werden kann. Wer seine Maske zu Hause vergisst, muss nicht gleich in Panik verfallen. Denn vor Ort können auch Masken erworben werden.

Was Corona angeht, gibt es noch ein paar weitere Dinge, die es zu beachten gilt. So müssen die Kontaktdaten aller Besucher erfasst werden. "Das geht entweder mit der Luca-App oder mit Zetteln", erklärt Eugen Gekle. Außerdem sind an mehreren Stellen Desinfektionsspender aufgestellt, an denen man sich die Hände desinifizieren kann. In den Toiletten gibt es zudem fließendes Wasser und Seife.

Auch wenn Corona den Gekles so einige Steine in den Weg gelegt hat, sind Vater und Sohn "gottfroh, dass wir überhaupt öffnen dürfen". Einige Dinge wie das Maiskörnerbad, den Spielsandkasten oder die nächtlichen Horrorveranstaltungen könne es dieses Jahr coronabedingt nicht geben. Für das kommende Jahr – es wird die 20. Auflage des Rexinger Maislabyrinths sein – wünscht sich Eugen Gekle aber, "dass wir dann wieder alles wie vor Corona wieder anbieten können".

Das Maislabyrinth befindet sich an der B 28A zwischen Horb und Schopfloch. Parkmöglichkeiten gibt es direkt vor Ort.