Die Pläne für einen Neubau der Rettungswache sind vorerst gescheitert. DRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Rosenstiel und sein Donaueschinger Kreisverband stehen jetzt vor einer schwierigen Aufgabe.
Viel sagen könne er zur Situation noch nicht, erklärt Rosenstiel. Die rechtlichen Vorgaben wurden erweitert, das DRK muss jetzt mehr Personal und Fahrzeuge bereithalten, das werde entsprechend kontrolliert. „Wir haben dazu einen neuen Rettungswagen, für den als temporäre Lösung ein Gebäude angemietet ist“, so Rosenstiel. Also nur eine temporäre Lösung, weil man bisher auf den Neubau gesetzt hat. Der wird jedoch nicht kommen – zumindest nicht am Standort in Allmendshofen. Nachdem sich dort Protest der Anwohner geregt hat, haben die Gemeinderäte sich dagegen entschieden und die Pläne abgelehnt.
Neues Gebäude soll „kein Denkmal werden“
Wie Rosenstiel sagt, sei er über den Ausgang der Sitzung tags darauf von Oberbürgermeister Erik Pauly persönlich per Telefon informiert worden. Die Entscheidung treffe natürlich, habe man doch immerhin schon ein Jahr an Arbeit in das Projekt gesteckt. Aber: „Wir werden jetzt nach Alternativen suchen“, sagt Rosenstiel. Er betont, dass das geplante Gebäude „kein Denkmal werden“ soll. „Es geht darum, dass wir Donaueschingen versorgen wollen.“
Das dürfte indes nicht einfach werden. Schon in der Gemeinderatssitzung erläuterte die Stadtverwaltung, dass das bislang ins Auge gefasste Grundstück in Allmendshofen mittels Gutachten bestimmt und ermittelt wurde. Stadträte schlugen vor, stattdessen andere Flächen zu prüfen, darunter etwa das Trainings-Gebäude der Polizei bei der Neuen Wolterdinger Straße, oder das Gebiet an der Pfohrener Straße.
Klar ist allerdings, dass ein Bereich nicht automatisch geeignet ist, nur weil die Fläche passt. Von dort aus müssen weite Teile der Stadt schnell angefahren werden können: „Das DRK steht der Bevölkerung zu jeder Zeit zur Seite“, sagt Tobias Rosenstiel. Man fahre sehr viele Einsätze und es gehe darum, schnellstmöglich viele Gebiete zu erreichen.