Massiver Rettungseinsatz in Haigerloch: Ein 21-jähriger war im Bereich des Eyachwehrs gegenüber dem früheren jüdischen Friedhof in den Eyach gesprungen oder gefallen.
Auf den auf einer Wiese neben der Eyach liegenden und nur dürftig mit einer kurzen Hose bekleideten Mann war offenbar ein Autofahrer aufmerksam geworden, der kurz vor der Mittagszeit auf der L 360 zwischen Eisenbahntunnel und Eyach-Stauwehr unterwegs war. Er setzte sofort einen Notruf ab und setzte damit eine regelrechte Rettungskette in Gang.
Weil das Gelände in diesem Bereich recht unwegsam ist, wurden nämlich zahlreiche Kräfte zu diesem Rettungseinsatz hinzugezogen. In den Einsatz gingen die Feuerwehr Haigerloch mit dem Rüstzug und dem Drehleiterfahrzeug, die Bergwacht des DRK Zollernalb, die Vor-Ort-Helfergruppe des DRK-Haigerloch, ein Notarzt aus Owingen und der Rettungswagen aus Geislingen.
Mann nicht mehr ansprechbar
Ob der 21-Jährige versehentlich in die Eyach gefallen oder absichtlich in den Fluss gesprungen ist, ließ sich zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht beantworten. Als der Mann aus seiner misslichen Lage geborgen war, war er laut dem stellvertretenden DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heiko Lebherz nämlich „nicht ansprechbar“. Der Haigerlocher Bürgermeister war zusammen mit dem Rettungswagen des DRK Geislingen an der Einsatzstelle.
Die Polizei geht in ihrem zusammengefassten Bericht über das Einsatzgeschehen davon aus, dass sich der 21-Jährige „in einem psychischen Ausnahmezustand“ befunden haben soll. Auf jedem Fall ist es ihm irgendwie gelungen, aus dem Fluss wieder ans Ufer und schließlich auf die Wiese zu gelangen. Wann er in die Eyach gefallen ist und wie lange er auf der Wiese gelegen hat, darüber hat unsere Zeitung zum Redaktionsschluss noch keine Informationen.
Weil der 21-Jährige aber vermutlich lebensbedrohliche Unterkühlungen erlitten hat, musste er mit dem inzwischen in Haigerloch eingetroffenen und in den Wiesen gelandeten Rettungshubschrauber „Christoph 41“ des Standortes Leonberg in eine Klinik geflogen werden.