Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes mit dem langjährigen Vorsitzenden (von links): Simon Redling, Uwe Horschig, Günter Boll, Landesgeschäftsführer Leonard von Hammerstein und Markus Lapp Foto: Rolf Reißmann

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hat dieser Tage Bilanz für das endende Jahr gezogen.

Die Anzahl der aktiven Mitglieder nahm von 600 auf 872 zu. Damit stieg die Arbeitsfähigkeit des Kreisverbandes erneut spürbar an, wie die Verantwortlichen an der Mitgliederversammlung berichteten.

 

Geschäftsführer Markus Lapp erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach Gleichbehandlung aller in nichtpolizeilichen Gefahrenabwehrorganisationen Tätigen. An die Politik gerichtet, bekräftigte er, mit dem derzeit im Landtag beratenen neuen Rettungsgesetz unbedingt durchzusetzen, dass in Notfällen auch die von ihren Arbeitsplätzen abberufenen Ersthelfer eine Lohnfortzahlung erhalten.

Lapp verwies auch auf die Bemühungen, die Arbeitsbedingungen für die Rettungskräfte und Krankentransporteure weiter zu verbessern. So konnte eine elektrohydraulische Raupentrage für die Patientenbeförderung in schwierigem Umfeld beschafft werden.

Für den Rettungsdienst beschrieb Geschäftsführer Simon Redling die Leistungen. So wurden in der integrierten Leitstelle fast 139 000 Anrufe angenommenen, daraus folgten dann 29 030 eingeleitete Notfallrettungen und fast 600 Brandeinsätze. 130 Beschäftige arbeiten beim Rettungsdienst, derzeit werden weitere 17 Personen zu Notfallsanitätern ausgebildet.

Begonnen wurde auch mit der Beschaffung neuer Notarztwagen. Diese werden immer größer, denn die mitgeführte Ausstattung für die Einsätze bei den Patienten ist inzwischen deutlich umfangreicher als noch vor einigen Jahren. Ebenfalls auf der Agenda stand die Verabschiedung des scheidenden Kreisvorsitzenden Günter Boll. Nach 18 Jahren in dieser Funktion legte der 80-Jährige das Amt nieder.

Uwe Horschig, stellvertretender Kreisvorsitzender, wies auf entscheidende Ereignisse aus Bolls Amtszeit hin. So habe er die Fusion kleiner Ortsvereine vorangebracht, den Bau der neuen Rettungswache in Binzen gefördert und die Einrichtung der neuen Fahrzeughalle in Lörrach fortgesetzt. Albrecht Ammann, langjähriger Wegbegleiter und jetziger Kreisjustiziar, wies in seiner Laudatio auf die wirtschaftliche Sanierung des Rettungsdienstes im Kreis Lörrach durch Boll hin.