Noch bis zum Jahresende ist das St. Georgener Restaurant Kippys geöffnet, dann schließen sich die Türen erst einmal für mehrere Monate. Sabine Grässlin und Carmine Galasso erklären, wieso das Restaurant schließen muss – und wann es wieder öffnet.
Noch nicht ganz ein Jahr betreibt Carmine Galasso das Restaurant Kippys in St. Georgen – und bisher ist er hoch zufrieden mit der Resonanz. „Es läuft“, sagt auch Sabine Grässlin. Dennoch ist das Kippys nur noch ein paar Tage lang geöffnet. Zum Jahreswechsel schließen sich die Restauranttüren erst einmal für mehrere Monate.
Der Grund ist für Grässlin und Galasso durchaus unerfreulich – und an den Innenwänden des Gebäudes deutlich zu erkennen: Risse ziehen sich durch den Putz am Sockel, der sich teilweise dunkel verfärbt hat. Das Kippys hat einen Wasserschaden – und der muss nun behoben werden. Das wird vermutlich sieben Monate dauern, sagt Grässlin. Schließlich müsse die gesamte Einrichtung ausgebaut, Boden und Wände getrocknet werden. Sie rechnet mit Kosten von rund 120 000 Euro für die Sanierung – den finanziellen Ausfall durch die Schließung noch nicht eingerechnet.
Wasser entweicht über längeren Zeitraum
Immerhin: Der Grund des Wasserschadens ist bereits gefunden und behoben, wie Grässlin berichtet. In der Küche war eine Steckverbindung zwischen zwei Wasserleitungen undicht gewesen. So entwich Wasser – immer nur tröpfchenweise, sodass der Schaden über längere Zeit nicht festgestellt wurde. Die Nässe lief unter den Estrich, von wo aus die Feuchtigkeit in die Wände gelangte. Erst als die Schäden dort sichtbar wurden, begann die Suche nach der Ursache. „Das war vor zwei Monaten“, erklärt Grässlin.
Wiedereröffnung ist „zu 100 Prozent“ sicher
Damals habe man überlegt, gleich auch die Folgeschäden zu beheben, die Idee dann aber gleich wieder verworfen. „So schnell bekommt man gar keine Handwerker her“, erklärt Grässlin – und so entschied man sich, um eine noch längere Schließung zu vermeiden, das Weihnachtsgeschäft noch mitzunehmen und die Sanierung ins neue Jahr zu schieben.
Eines steht schon fest: Das Kippys wird wieder öffnen. Das machen Grässlin und Galasso ganz deutlich. Die Mitarbeiter, ein Festangestellter und sieben Aushilfen, werden weiterhin bezahlt – von derselben Versicherung, die auch aufgrund des Verdienstausfalls einspringt. Das Restaurant werde wieder öffnen – „zu 100 Prozent“, wie Grässlin betont. Noch vorhandene Gutscheine könnten auch nach der Wiedereröffnung noch eingelöst werden.
Ursprünglich stand die Idee im Raum, dass Galasso für die Dauer der Schließung des Kippys ein anderes Restaurant in St. Georgen pachten kann. Doch man habe – trotz einiger aktuell leerstehender Räume – keine geeignete Option gefunden, sagt Grässlin. Daher wird Galasso einige Zeit nicht mehr in der Küche stehen – erst wieder, wenn das Kippys in einigen Monaten erneut öffnet.
Baustelle muss beaufsichtigt werden
Trotzdem: Langweilig wird dem Koch auch während der Schließung nicht. Immerhin müssten die Sanierungsarbeiten beaufsichtigt werden. „Ich werde wahrscheinlich jeden Tag auf der Baustelle sein“, erwartet Galasso.
Offen bleiben kann der Kunstraum Grässlin, der sich im selben Gebäude wie das Kippys befindet. Dieser sei von dem Wasserschaden längst nicht so stark betroffen wie das Restaurant, sagt Grässlin.