Farbenfrohe Kunst dominiert die Räumlichkeiten von „Shivaya“: Rupinder Singh Bhogal eröffnet seinen gastronomischen Betrieb am 11. März. Foto: Benjamin Roth

Mit „Shivaya“ hält ein Restaurant mit Fokus auf die vegetarisch-vegane indische Küche Einzug in der Ebinger Innenstadt.

Der Gründerpreis des Albstädter Citymanagements trägt weiter Früchte. Im Oktober 2024 hatte Rupinder Singh Bhogal in der Kategorie Gastronomie mit seinem Konzept für ein veganes und vegetarisches Restaurant, das frische Gerichte, Bowls und Smoothies anbietet, die Jury überzeugt. An diesem Mittwoch, 11. März, öffnet der gebürtige Inder mit „Shivaya“ nun sein eigenes Restaurant in der Ebinger Sonnenstraße.​

 

Seit seinem Pitch vor der Gründerpreis-Jury hat er sein Konzept nochmals angepasst. „Grundsätzlich möchte ich die moderne, gesundheitsbewusste Küche in die Region bringen“, sagt Betreiber Rupinder Singh Bhogal im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Fokus liegt auf vegan-vegetarischen indischen Gerichten; hauptsächlich Smoothies und Bowls wird es geben.

Mittagstisch wechselt täglich

Als Beispiele nennt der Gastronom proteinreiche Linsenbowls mit geröstetem Gemüse oder Smoothie-Bowls mit Obst, Nüssen und Samen. Täglich wechselt zudem der Mittagstisch. Auch einen gesunden Nachtisch mit Joghurt und Früchten hat er im Angebot. Nach und nach soll die Speisekarte ausgebaut werden.

Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen sei in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Gerade in Studentenstädten wie Freiburg oder Tübingen gebe es auch viele vegetarische und vegane Restaurants. Nur im ländlichen Raum, darunter auch Albstadt, sei diese Art der Küche noch nicht so präsent, erläutert Bhogal die Idee hinter „Shivaya“. „Ich will zeigen, dass vegane und vegetarische Küche nicht langweilig sein muss“, spricht der Gründerpreis-Gewinner über seinen Ansporn. Daher setzt er unter anderem auf farbenfrohe Gerichte.

Besondere Atmosphäre

Farbenfroh ist auch die Gestaltung der Restaurant-Räumlichkeiten. Diese hat er in den vergangenen Monaten in Eigenregie renoviert. Durch bunte Motive von der regionalen Künstlerin Vanessa Sprio wird eine besondere Atmosphäre geschaffen. Bewusst solle „Shivaya“ ein Treffpunkt für die lokale Gemeinschaft werden.

Ansprechen möchte er mit seinen Speisen insbesondere die arbeitende Bevölkerung in der Ebinger Innenstadt, die in der Mittagspause leichte Kost bevorzugt. Bhogal will Gerichte kochen, die nach seinen Angaben „dem Körper gut tun und natürliche Energie liefern“. Dem Mittagstief will er so den Kampf ansagen. Er verzichtet zudem soweit möglich auf Weizen und setzt stattdessen auf Kichererbsen und Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer oder Kardamom.

Seit 22 Jahren in Deutschland

Mit seinem eigenen Restaurant in der Ebinger Innenstadt erfüllt sich Rupinder Singh Bhogal einen Lebenstraum. Studiert hat der aus Indien stammende Küchenchef Hotelmanagement in seiner Heimat sowie in der Schweiz. Dabei hat er sämtliche Abteilungen im Betrieb, darunter auch die Küche, durchlaufen. Es folgte ein Engagement in einem Vier-Sterne-Hotel in Kalifornien, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Weil seine Frau Deutsche war, verschlug es die beiden nach dem USA-Aufenthalt in ihre Heimat – zunächst nach Bad Liebenzell, dann nach Unterdigisheim, wo Bhogal bis heute lebt.

22 Jahre lebt der gebürtige Inder inzwischen in Deutschland. „Mein Wunsch war es immer, in die Küche zurückzukehren.“ Da sei die Ausschreibung für den zweiten Albstädter Gründerpreis 2024 gerade recht gekommen. „Ich habe im Gründerpreis eine sehr gute Chance gesehen“, blickt Bhogal zurück. Daher habe er nach Rücksprache mit seiner Frau mitgemacht. Letztlich konnte er die Jury mit seinem Konzept überzeugen. Dem Citymanagement dankt der neue Ebinger Gastronom ausdrücklich für die Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Laden.

Citymanagement unterstützt

Für die Realisierung seines Traums war Rupinder Singh Bhogal einige Zeit auf der Suche nach einem passenden Standort. Daher habe sich auch die zeitliche Verzögerung vom Gewinn des Gründerpreises zur Eröffnung ergeben. Nun will er mit „Shivaya“ am oberen Ende der Ebinger Fußgängerzone durchstarten.