In der TV-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ maß sich das Restaurant Bellavista mit vier weiteren Gaststätten. Auch wenn es am Ende nur für den letzten Platz reichte, blickt Inhaberin Adelina Ilardi auf eine „tolle Erfahrung“ zurück – und hat ihr Ziel erreicht.
Als der Anruf beim Restaurant Bellavista beim Königsfelder Golfplatz einging, glaubte Inhaberin Adelina Ilardi, die die Gaststätte zusammen mit ihrer Familien betreibt, zuerst an eine Betrugsmasche. Denn die Stimme am anderen Ende wollte wissen, ob die Betreiber des Bellavista an der TV-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ teilnehmen möchten.
Doch die befürchtete Rechnung über „Tausende von Euro“ kam nie – zum Glück, meint Ilardi im Nachhinein lachend. Stattdessen stellte sich heraus, dass die Königsfelder Gaststätte tatsächlich für die Schwarzwald-Mini-Serie der Fernsehsendung infrage käme – zumindest aus Sicht der Produzenten. Ilardi und ihre Familie mussten sich das Ganze nämlich erst einmal überlegen, erinnert sie sich. „Dass wird als italienisches Restaurant gegen andere antreten, die nicht italienisch kochen, fand ich etwas schwierig“, meint Ilardi. Denn sie findet: Die Vergleichbarkeit ist einfach nicht gegeben.
Trotz aller Bedenken stand Ilardis Entschluss am Ende fest: „Nach so vielen Jahren Gastronomie dachten wir uns, wir machen es jetzt einfach mal“, fasst sie zusammen. Gesagt, getan: In Form eines selbst gedrehten Videos musste das Restaurant sich um die Teilnahme an „Mein Lokal, Dein Lokal“ bewerben – mit Erfolg: Das Königsfelder Restaurant schaffte es bis ins Fernsehen.
Bellavista – die beste Aussicht auf den Sieg?
Und wie erging es Ilardi und ihrer Familie? „Das Beste kommt ja zum Schluss – hier im Bellavista haben wir die beste Aussicht auf den Sieg“, zeigte sich Ilardi an Tag fünf, dem Tag als die Konkurrenz im Restaurant Bellavista Essen war, kämpferisch. Doch ganz ideal lief der Wettkampf nicht. Am Ende reichte es mit den Bewertungen der anderen Gastronomen – ihre Restaurants sind in Villingen-Schwenningen, Donaueschingen und Schramberg und damit allesamt in der Region – und dem Urteil von Profi Ali Güngörmüs nur für den letzten Platz.
Schade sei das natürlich schon, sagt Ilardi im Nachhinein im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch die Gastronomin nimmt es sportlich: „Einer muss den letzten Platz machen.“ Überhaupt sei sie gar nicht mit dem Anspruch angetreten, den Wettstreit der Gastronomen für sich zu entscheiden, erzählt Ilardi.
Ihr eigentliches Ziel hat die Gastronomin erreicht
„Ich hätte auch nie jemandem weniger als sieben Punkte gegeben“, meint sie. Denn die Gastronomin wisse, wie viel Arbeit im Betrieb eines Restaurants stecke. „Selbst wenn es schrecklich gewesen wäre, hätte ich keine sechs Punkte oder noch weniger gegeben“, betont Ilardi. Daher hatte sie auch gar nicht damit gerechnet, die Sendung gewinnen zu können, meint die Bellavista-Inhaberin. „Unser Ziel war es, uns als Restaurant zu präsentieren.“
Und das klappte immerhin, wie die Gastronomin verrät: In den Tagen nach der TV-Ausstrahlung der Folge seien bereits verstärkt neue Kunden ins Bellavista gekommen. „Die haben uns im Fernsehen gesehen und wollten das Restaurant jetzt einmal selbst ausprobieren“, sagt Ilardi.
Stammkunden können letzten Platz nicht nachvollziehen
Und auch unter den Stammkunden des Restaurants hat der TV-Auftritt einiges an Aufmerksamkeit erzeugt, meint die Gastronomin. „Wir haben richtig viele Nachrichten bekommen, in denen steht, dass sie das Ergebnis gar nicht nachvollziehen können“, erzählt Ilardi. „Das war auch wirklich schön.“
Trotz des aus ihrer Sicht enttäuschenden Ergebnisses bereut Ilardi ihre Entscheidung, an „Mein Lokal, Dein Lokal“ teilzunehmen, daher nicht. Zwar seien die Drehtage lang und der Ablauf teils stressig gewesen, andererseits aber auch „eine wirklich tolle Erfahrung“, blickt Ilardi zurück. Und, meint sie lachend: „Es kommt ja auch nicht so oft vor, dass man sich selbst im Fernsehen sieht – das war ziemlich cool.“
Ilardis Fazit ist damit klar: „Ich finde, das sollte jeder Gastronom einmal mitgemacht haben“, meint sie über die TV-Sendung.