Über den SV Schopfheim wurde vor dem Auftakt in die Rückrunde zuletzt viel gesprochen. Das Ziel im Oberfeld ist klar: der Aufstieg.
Gespannt blickt die Liga, aber wohl auch der gesamte Hochrhein, auf den ersten Auftritt des SV Schopfheim nach der Winterpause. Die Mannschaft von Trainer Fatih Cam hat sich prominent verstärken können. Zum Auftakt steht gleich einmal das Spitzenspiel gegen den FSV Rheinfelden II an.
Am Samstag (14.30 Uhr) heißt es am Oberfeld Zweiter gegen Dritter. Nur einen Zähler trennt beide Teams. Auf Spitzenreiter TuS Kleines Wiesental beträgt der Rückstand der Schopfheimer aktuell noch vier Punkte. Die Marschroute des SVS ist klar: ganz oben angreifen. Neu dabei sind Königstransfer Serkan Korkmaz, der in der Hinrunde noch für die FSV-Reserve aufgelaufen war, Sergio Cammarano (FC Zell), Yavuzhan Orhan (SV Weil) und Ersin Demircan (FC Wallbach). Ohne Frage: Diese Namen lesen sich ziemlich gut. Das weiß auch die Konkurrenz. Interessant wird sein, wie die vielen Einzelkönner am Ende des Tages zusammen auf dem Platz harmonieren werden. Am Samstagnachmittag werden wir schon ein wenig schlauer sein. Zahlreiche Trainer und Experten tippen zumindest schon mal auf Schopfheim, wenn es darum geht, wer in die Bezirksliga aufsteigen wird und sich als Meister krönt.
TuS Kleines Wiesental stellt die beste Defensive
Wie das wohl bei Primus Kleines Wiesental ankommt? Möglicherweise erhöht das noch einmal die Motivation im Team von Coach Benjamin Bechtel. Druck macht sich der Aufsteiger keinen. Ein konkretes Ziel hat sich der TuS nicht gesetzt. Die herausragende Hinrunde spricht ohnehin für sich. Die Kleinwiesentäler grüßen mit 35 Punkten nach 14 Partien von Platz eins. Erst eine einzige Niederlage steht auf dem Konto.
Mit gerade einmal zwölf Gegentoren haben die Schützlinge von Bechtel die mit Abstand beste Defensive. Zum Einstieg ins Pflichtspieljahr 2026 muss das Kleine Wiesental am Sonntag (15 Uhr) zum FC Kandern, der vor Wochenfrist das Nachholspiel beim SV Karsau beeindruckend mit 6:0 für sich entschied. Spielertrainer Tim Großklaus freut sich, dass Janis Wohlschlegel wieder zurück ist. Im Duell mit den Karsauern hatte der Ex-Profi endlich mal die Qual der Wahl beim Personal. Den Kandernern ist der Sprung ins Tabellenmittelfeld sicherlich zuzutrauen.
Starke Hinserie des FC Hausen
Eine starke Halbserie spielte der FC Hausen. Der Lohn dafür ist Platz vier. Unter den ersten Fünf würde Trainer Michael Brunner am Ende schon gerne landen. Der 32-Jährige freut sich über einen Neuzugang im Winter. Liam Da Silva Maisel ist aus Schopfheim gekommen. Der FCH empfängt am Sonntagnachmittag, 15 Uhr, zuhause Kellerkind SG Malsburg/Marzell-Wollbach.
Punktgleich mit Hausen liegt der FV Lörrach-Brombach II auf Rang fünf. Angesichts von sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zwei macht man sich im Grütt noch Hoffnungen auf die Bezirksliga. Auch Trainer Vedat Erdogan selbst hatte Ende des vergangenen Jahres betont, noch oben angreifen zu wollen. Probleme hatte die Landesliga-Reserve in der Hinrunde im Tor.
Dort standen nicht selten die beiden Coaches Erdogan und Jan-Niklas Levante, die ihre Sache zwar gut meisterten, dennoch natürlich keine gelernten Torhüter sind. Dass es Erdogan auch noch auf dem Feld in offensiverer Rolle kann, bewies der 36-Jährige auch.
Stöcklein verstärkt das Efringer Trainerteam
Beim TuS Efringen-Kirchen hat sich im Trainerteam etwas getan. Bernd Krebs ist nicht mehr dabei. Neu in Efringen-Kirchen ist Daniel Stöcklein, der zuletzt für den FV Tumringen tätig war. Er wird sich die Aufgabe nun mit Daniel Slabi teilen. Mit dem Aufstieg wird es für die Rebländer vermutlich nichts mehr. Die Entwicklung der Mannschaft steht nach wie vor im Fokus. Zum Rückrunden-Start gastiert der TuS Lörrach-Stetten II im „Hölzele“.
Eine Reaktion auf die herbe 0:6-Pleite möchten die Karauer nun im Derby gegen den SV Eichsel zeigen. „Wichtig ist, das Spiel schnell abzuhaken. Ich bin überzeugt, dass wir schon am Wochenende gegen Eichsel anders auftreten werden, zumal es personell wieder besser aussehen wird“, informiert Trainer Cliff Kiefer.
Brenzlige Lage vor dem Dinkelberg-Derby
Um die Bedeutung der Begegnung ist man sich in Karsau bewusst. „Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, weil wir unbedingt besser in die Rückrunde starten wollen als in der Vorsaison, als wir erst Mitte April den ersten Sieg einfahren konnten. In erster Linie ist das Derby aber einfach ein echtes Highlight-Spiel und in der Vergangenheit regelmäßig nichts für schwache Nerven. Wir sind alle heiß.“ Gespielt wird am Samstag (16 Uhr) übrigens im Europa-Stadion in Warmbach.
Spielfrei am ersten Wochenende hat der FC Steinen-Höllstein. Grund dafür ist, dass der TuS Maulburg seine Mannschaft nach einer weiteren Abwanderungswelle im Winter zurückgezogen hat. Der TuS steht damit auch schon als erster Absteiger fest, alle Ergebnisse wurden annulliert.
Schlusslicht ist deshalb der SV Eichsel. Die Dinkelberger blicken jedoch zuversichtlich auf die kommenden Wochen und visieren noch den Klassenerhalt an.