Die geplante Neuausrichtung des Rentensystems sorgt bundesweit für Diskussionen über Fairness, Belastungen für Unternehmen und die Rolle der privaten Vorsorge. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Gerechtigkeit geht anders findet unser Leser Helmut Gimbel aus Bisingen.

Gerechtigkeit geht anders:

 

Gemäß dem vorliegenden Bericht von Bundeskanzler Friedrich Merz soll das Rentensystem in den nächsten Monaten neu justiert werden. Nach den Vorstellungen des Bundeskanzlers werden hierbei die „private Altersvorsorge“ und die „betriebliche Altersvorsorge“ eine wesentliche Rolle spielen.

Offenbar denkt der Bundeskanzler nicht daran, oder noch nicht daran, dass zukünftig alle Berufstätigen, somit auch Beamtinnen und Beamte, Beiträge in die Rentenkasse einzahlen sollen.​

Die Verhaltensweise der Politik sorgt zu diesem Thema bundesweit seit vielen Jahren für erhebliche Missstimmung bei den Bürgern.

Wie ein Politiker kürzlich in der Presse berichtete, erhält dieser für nur vier Jahre seiner beruflichen Tätigkeit später eine Rente in Höhe von 900 Euro/Monat, ohne je in die Rentenkasse eingezahlt zu haben.

Mehrere Jahrzehnte einzahlen

Ein angehender Rentner, der regelmäßig Beiträge geleistet hat, muss für eine Rente von 900 Euro monatlich mehrere Jahrzehnte eingezahlt haben.

Gerechtigkeit zum Thema Rente ist erst dann gegeben, wenn alle zukünftigen Rentenbezieher einen angemessenen Rentenbeitrag geleistet haben.

Mit Sicherheit kann man schon heute davon ausgehen, dass die Unternehmen die Mehrbelastung durch die geplante „betriebliche Altersvorsorge“ an die Verbraucher weitergeben werden.

Außerdem wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen durch diese Maßnahme weiter geschwächt. Die Ungleichbehandlung der Rentenversicherten zu den Beamtenpensionen wird durch dieses Vorgehen des Bundeskanzlers nicht beseitigt.

Helmut Gimbel, Bisingen

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