Der Kirchturm in voller Pracht. Bald wird aber ein Gerüst das Bauwerk umgeben. Foto: Eyckeler

Der Turm der Endinger St. Blasius-Kirche ist in die Jahre gekommen und soll saniert werden.

Die Endinger St. Blasius-Kirche braucht Ihre Unterstützung.“ Mit diesem Appell wendet sich die evangelische Kirchengemeinde Endingen bereits seit einiger Zeit an Gemeindemitglieder und Freunde. Der Kirchturm muss dringend renoviert werden.

 

Nun gibt es gute und schlechte Nachrichten: Die evangelische Landeskirche übernimmt zwar einen Großteil der Kosten, die Kirchengemeinde vor Ort muss aber ebenfalls ihren Beitrag leisten. Wir haben zusammengetragen, wie hoch der Spendenstand ist und welche Arbeiten bald anstehen werden.

„Mission Kirchturm“

Unter dem Motto „Mission Kirchturm“ informieren die Verantwortlichen im jüngsten Gemeindebrief über die neuesten Entwicklungen – zu berichten gibt es gute und weniger gute Nachrichten. „Die Vorbereitungen zur Renovierung des Kirchturms, insbesondere des Kirchturmdaches und der schadhaften Stellen an den Fußpunkten der Dachkonstruktion gehen weiter voran“, heißt es.

Zur Freude von Pfarrer Martin Brändl und des Kirchengemeinderats wurde eine wichtige Ampel jetzt auf Grün gestellt. Der Kirchenbezirksausschuss Balingen habe einer umfangreicheren Renovierungsarbeit an der Kirche zugestimmt, heißt es.

Auf Zuschüsse darf gehofft werden

Somit können weitere Baumaßnahmen wie etwa der barrierefreie Zugang in das Gesamtpaket aufgenommen werden. Auf entsprechende Zuschüsse darf gehofft werden.

In der ersten Bauphase Anfang Mai sollen vor allem das Kirchturmdach sowie Teile des Mauerwerks am Turm gerichtet werden. Das scheint bitter nötig zu sein. Die Schindeln auf dem Kirchturmdach haben stolze 160 Jahre gehalten. Mittlerweile sind diese aber extrem verwittert und brüchig. Bei genauerem Hinsehen sind sogar vereinzelte Flicken zu erkennen.

Eigenanteil hat sich erhöht

Zum Thema Mauerwerk folgen die weniger guten Nachrichten. Die Kirchengemeinde schreibt: „Natürlich gibt es in dieser Phase der Vorbereitungen auch Dämpfer.“

So liege das Vorab-Angebot des Steinmetzes höher als die bisherige Schätzung. Einige Steine müssen ausgebessert oder womöglich sogar komplett getauscht werden. Dadurch erhöhe sich der Eigenanteil, den die Endinger aufbringen müssen, auf 175.000 Euro. Auf der Homepage der Kirchengemeinde ist noch von 158.000 Euro die Rede. Insgesamt liegen die Kosten der ersten Baumaßnahme bei knapp einer halben Million Euro.

Im Gemeindebrief zeigen sich die Verantwortlichen dennoch zuversichtlich, „dass wir auch weiterhin auf die Unterstützung unserer Freunde und Förderer aus Endingen und darüber hinaus zählen können“. Tatsächlich kam bislang eine beachtliche Spendensumme zusammen. Der sogenannte Spendenkletterer knackte demnach bereits die Marke von 118.200 Euro – und dürfte mittlerweile weiter geklettert sein.

„Große Ermutigung“

„Die weiter eingehenden Spenden sind für uns eine große Ermutigung für die kommenden Vorbereitungen und den Beginn der Renovierungsarbeiten, die für Anfang Mai 2026 vorgesehen sind“, heißt es.

Ab diesem Moment ist Eile geboten. Das Ziel der Kirchengemeinde ist es, bis zum nächsten Winter diesen Bauabschnitt fertigzustellen, um unnötige Kosten zu vermeiden. In der anstehenden Bauzeit wird der Turm eingerüstet sein.

Wichtig für die Kirchgänger: Trotz der Bauarbeiten können Gottesdienste gefeiert werden. Womöglich wird der Zugang über das Seitenportal erfolgen.Die vorerst letzten Renovierungsmaßnahmen liegen bereits fast 30 Jahre zurück. Weitere Informationen zur Sanierung und der Geschichte der Kirche finden Interessierte auf der Homepage der Kirchengemeinde Endingen.