Die Arbeiten an der Außenfassade der Kirche in Langenbrand sind abgeschlossen. Doch drumherum muss noch einiges erledigt werden. Wir fragten nach, was demnächst ansteht.
Im vergangenen Jahr ist die Außenfassade der Ulrichskirche in Langenbrand umfassend saniert worden. Dabei war das ehrenamtliche Engagement groß. Inzwischen sind die Sanierungsarbeiten am Kirchenschiff und am Turm abgeschlossen.
Am Kirchenschiff wurde die gesamte Verfugung des Buntsandsteins erneuert und das Wurzelwerk beseitigt. Dieser Gebäudeteil stammt von 1792, berichtete Reinhold Burgbacher im vergangenen Juni gegenüber unserer Redaktion. Er sitzt im Langenbrander Bauausschuss der Evangelischen Verbundkirchengemeinde Schömberg-Oberlengenhardt-Langenbrand, der das Gotteshaus gehört.
Teile stammen aus dem elften Jahrhundert
Der Glockenturm stammt teilweise sogar aus dem elften Jahrhundert. Hier wurden die Verfugungen und der Schindelpanzer erneuert. Der Schindelpanzer schützt im oberen Turm-Viertel das bestehende Holzfachwerk und trägt den historischen Glockenstuhl, der um 1550 gebaut wurde. Helfer aus der Kirchengemeinde entfernten in ehrenamtlicher Arbeit komplett die alte Verkleidung, berichtete Burgbacher. Das darunterliegende Fachwerk wurde überprüft und falls nötig ersetzt. Danach wurde die neue Schindelverkleidung angebracht.
Zwei defekte Kirchentüren sind ersetzt und die historische Sakristeitüre von 1792 saniert.
Auch der Pavillon im Kirchhof ist mittlerweile aufgestellt. Es entstehen Orte der Begegnung. Doch abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. Momentan wird um die Kirche herum fleißig gearbeitet. Ein Eingang zum Kirchhof Richtung Forststraße wird barrierefrei gestaltet. Zwischen Straße und Eingang entsteht ein Behindertenparkplatz, teilte Burgbacher jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion mit.
Barrierefreier Eingang mit Behindertenparkplatz
Von diesem barrierefreien Eingang führt ein Weg rund um die Kirche zum Haupteingang. Dieser Weg wird ebenfalls gepflastert, informierte Martin Wurster. Er ist Mitglied im Kirchengemeinderat der Evangelischen Verbundkirchengemeinde Schömberg, Oberlengenhardt, Langenbrand.
„Die Restarbeiten dauern noch einige Wochen“, war von Burgbacher zu erfahren. Wie lange genau, hänge vom Wetter ab.
Es werde auch noch Gras eingesät und Bäume gepflanzt, so Wurster.
Die gesamte Sanierung kostet rund 450 000 Euro, so Wurster mit. Neben der Kirchengemeinde beteiligen sich der Kirchenbezirk Neuenbürg, die Evangelische Landeskirche Württemberg und zu einem kleinen Teil auch das Denkmalamt an den Kosten. Bei der Sanierung des Turmes leistet zudem die bürgerliche Gemeinde einen finanziellen Beitrag. Spenden wurden ebenfalls fleißig gesammelt.
Einweihung wohl am 28. Juni
Feierlich eingeweiht wird der frisch hergerichtete Kirchhof dann wahrscheinlich am Sonntag, 28. Juni, so Wurster.
Bereits am Sonntag, 19. April, gibt es in Langenbrand ein weiteres großes Fest. Dieser Termin ist fix. Dann wird der Glücksweg des Evangelischen Bildungswerks nördlicher Schwarzwald mit neun Stationen eingeweiht. Die Route beginnt am Haupteingang der Ulrichskirche. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst.
Der Glücksweg ist rund sieben Kilometer lang und seit vergangenen Herbst fertig. Die Kosten in Höhe von fast 12 800 Euro übernahm das Evangelische Bildungswerk nördlicher Schwarzwald. Über das Förderprogramm Leader gab es einen Zuschuss in Höhe von rund 8100 Euro. Dafür mussten die Arbeiten aber bis 31. Oktober abgeschlossen sein.