Marco Quiskamp (links) und der VfL Nagold hatten gegen den VfR Heilbronn um Adrian Nicolae Radu starke Szenen in der Offensive. Foto: Eibner/Memmler/Eibner-Pressefoto/Memmler

Der VfL Nagold und der VfR Heilbronn liefern sich in Neckarsulm einen Kampf auf Augenhöhe. Doch nur auf einer Seite fallen Tore.

Der VfL Nagold und der VfR Heilbronn standen vor dem Spiel in Neckarsulm nur noch zwei Siege vor der Verbandsliga – oder sogar nur einen, wenn Calcio Leinfelden-Echterdingen seinerseits in der Relegation gegen den badischen Verbandsliga-Vertreter – wahrscheinlich den FC Auggen – den Aufstieg perfekt machen sollte.

 

Respekt groß in Heilbronn

So hatte der Gegner des Teams von Trainer Armin Rezepagic durchaus Respekt vor dem offensivstarken VfL Nagold. Der Interimstrainer des VfR Heilbronn, Zdenko Juric, hatte daher sein taktisches Konzept auf den VfL ausgerichtet, spielte mit einer Dreierkette, die bei Nagolder Angriffswellen schnell zur Viererkette ausgebaut wurde, um Laurenziu Biemel und Co. den Zahn zu ziehen.

VfL-Coach Rezepagic hatte erklärt: „Wir wissen, was auf uns zukommt.“ Die Underdog-Rolle schien den Nagoldern aber bisher zu liegen. Das Interesse an der Partie war riesig, 1600 Zuschauer sorgten dafür, dass nicht rechtzeitg angepfiffen werden konnte.

Heiße Anfangsphase

Als es dann zehn Minuten nach geplantem Beginn los geht, zeigt der VfL, dass Juric nicht umsonst vor den Nagoldern gewarnt hatte. Johannes Fleischle zieht nach fünf Minuten ab und schießt nur knapp am Ziel vorbei. Ein erster Warnschuss. Auf der anderen Seite dauert es bis zur zwölften Minute, ehe es einmal gefährlich wird , dafür muss ein Freistoß herhalten (Tom Marmein/ebenfalls knapp vorbei).

Heilbronn am Drücker

Doch nach 21 Minuten ist es passiert, die Null steht bei Nagold nicht mehr. Mirco Born setzt Robin Dörner in Szene, und der schließt eiskalt ab. Wenig später hätte es schon 2:0 stehen können, als Ex-Profi Born aus fünf Metern zum Abschluss kommt, aber Nagolds Keeper Joel Mogler die Hände noch an den Ball bekommt – eine Wahnsinns-Rettungstat. Nach vorne geht bei den Nagoldern nicht mehr viel, die Heilbronner spielen defensiv diszipliniert und räumen alles ab, was Richtung Tor geht.

Beine werden langsamer

Das setzt sich in der zweiten Halbzeit fort, auch wenn mit zunehmender Dauer die Beine der Akteure langsamer werden, und der Unparteiische Daniel Bechtel nach einer kartenlosen ersten Halbzeit in den zweiten 45 Minuten drei Heilbronner Spieler verwarnen muss (Marvin Reitz/54., David Scheurenbrand/75. und Leorant Marmullaku/81.).

Einzelaktion entscheidet die Partie

Vor seiner Gelben Karte zeigt Marmullaku allerdings, was in solchen Spielen den Unterschied macht: Er spielt die VfL-Deckung aus, dringt in den Strafraum ein und kommt zu Fall – Elfmeter. Diese Chance lässt sich Born nicht entgehen und macht mit dem 2:0 den Sack bereits zu (69.).

Nagolder Angriffswellen

Wilde Nagolder Angriffe sind die Folge, Elias Bürkle köpft nach einem Freistoß über das Tor. Mit dem Mute der Verzweiflung rennt der VfL an, die Heilbronner kontern, richtig gefährlich wird es aber auf beiden Seiten eher selten. So bleibt es beim 2:0 für Heilbronn das nun am Samstag, 15. Juni, um 15 Uhr gegen den TV Echterdingen um den Aufstieg in die Verbandsliga spielen darf.

VfR Heilbronn – Vfl Nagold 2:0 (1:0)

VfR Heilbronn: Murat Zeyrek – Thomas Gentner, Marvin Reitz, Leorant Marmullaku (90.+2 Fabian Fallmann), Robin Dörner (90. Milot Halilaj), Mirco Born (81. Luciano Gruozzo), Tom Marmein, Luca Hofmann, Adrian Nicolae Radu (67. David Scheurenbrand), Robin Faber (61. Darian Gurley), Nick Hellmann.

VfL Nagold: Joel Mogler – Admir Osmicic, Marco Quiskamp, Laurenziu-Gheorghita Biemel, Christos Thomaidis, Elias Bürkle, Jan Beifuß, Perparim Halimi (66. Tilo Renz), Burak Tastan, Marius Hogg, Johannes Fleischle.

Tore: 1:0 Robin Dörner (21.), 2:0 Mirco Born (70., Elfmeter).

Schiedsrichter: Daniel Bechtel (Bönnigheim) – Manuel Mahler, Valerio Cauteruccio.

Zuschauer: 1600.