Der VfL Nagold steht vor deinem zweiten Relegationsspiel auf dem Weg in die Verbandsliga. Dabei sieht Trainer Armin Rezepagic Gegner VfR Heilbronn vom Verband bevorteiligt.
VfR Heilbronn – VfL Nagold (Samstag, 15.30 Uhr in Neckarsulm). Direkt vor der Heilbronner Haustür muss sich die Elf von Trainer Armin Rezepagic auf eine stattliche Kulisse einrichten. Im ersten Spiel gegen den von Ex-VfB-Profi Manuel Fischer trainierten TSV Weilimdorf konnte der VfR Heilbronn über 1500 Zuschauer mobilisieren. Am Samstag wird damit gerechnet, dass sich diese Zahl verdoppelt.
Große Ziele beim VfR Heilbronn
Der Gegner, der seit 2018/2019 bis auf die Runde 2022/2023 (Vierter der Landesliga Staffel 1) jährlich aufgestiegen ist, hat sein Ziel Verbandsliga klar abgesteckt und dafür in der Winterpause mit Thomas Gentner, Darian Gurley und Mirco Born noch einmal drei erfahrene Kräfte geholt.
„Mich stört es nicht, dass wir in deren Bezirk spielen müssen, aber dass die innerhalb von vier Tagen in der gleichen Umgebung randürfen, finde ich unfair“, schaut Armin Redezepagic auf den Spielort Neckarsulm. Nagold spielte in seiner ersten Partie gegen den FC Wangen in Dagersheim.
VfR schwächelt am Saisonende
Lange hatte sich der VfR mit dem Ex-Verbandsligisten TSV Heimerdingen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, den Ex-Oberligisten SV Ilshofen (1:0) und Tabellenführer TSV Heimerdingen mit 3:0 geschlagen. Auf der Zielgeraden hat es jedoch wegen Niederlagen gegen den Abstiegskandidaten SG Sindringen/Ernsbach (0:2) und den Achten, den TV Oefingen (3:5), nicht für den Direktaufstieg gereicht. Fünf Punkte fehlten am Ende zum Titel, mit 34 Gegentoren hatte die Elf von Trainer Pascal Marche die beste Abwehr der Liga.
Trainerwechsel vor Relegation
Marche ist inzwischen Geschichte, vor der Relegation hat der VfR-Vorsitzende Onur Celik den Trainer gewechselt. Gegen den TSV Weilimdorf stand Interimstrainer Zdenko Juric (ehemals VfR Mannheim/Stuttgarter Kickers) an der Seitenlinie. Dessen Einstand bescherte den Zuschauern einen Arbeitssieg durch einen Treffer der Marke „Tor des Monats“ von Luca Hoffmann.
Allerdings zeigte die Elf im Vergleich zum verkorksten Saisonfinale nach dem Trainerwechsel ein anderes Gesicht. Juric und der ehemalige Bundesligatrainer und VfR-Berater Uwe Rapolder sollen den VfR Heilbronn durch die Relegation in die Verbandsliga bringen.
Langfristiges Ziel: Profifußball
Onur Celik, Teil der A-Jugend, die 1996 den DFB-Pokal gewann, will langfristig zurück in den Profifußball und hat auf diesem Weg das 17 000 Zuschauer fassende Frankenstadion im Rücken. Dass beim VfR ein Ralf Rangnick von 1980 bis 1982 insgesamt 62 Spiele absolviert hat, ist heute Geschichte. Gegen den VfL Nagold will der Staffel-1-Vize einen weiteren Schritt zurück – nach oben – machen und ein neues Kapitel aufschlagen.
„Wir wissen, was auf uns zukommt, aber das war schon in den Spielen bei der SG Empfingen und gegen den FC Wangen so. Ich glaube, die Rolle liegt uns“, blickt Armin Redzepagic auf die zwei 2:0-Siege zurück. Allerdings geht seine Elf personell weiter am Stock. „Mit Nick Schweizer wird es wohl nichts bis Samstag, und Serach von Nordheim befindet sich im Urlaub“, sieht Rezepagic die größte Lücke in der Innenverteidigung.
Personalsorgen beim VfL Nagold
Dazu hat die englische Woche Spuren hinterlassen. Frische Leute von der Bank begrenzen sich auf Jan Beifuß, Frederic Fleischle, Philipp Schäuble und Özhan Berk. „Ich hoffe, dass es bei Tilo Renz geht, sonst muss tatsächlich Chris Wolfer noch ran“, schaut der VfL-Coach auf seine Ersatzbank. Anstelle von Nordheim unterstützt Michael Steeger, Trainer der VfL-„Zweiten“, den Chefcoach wie in Dagersheim als Co-Trainer.