Fleißig unterwegs waren im Zuge des Stadtradelns Radfahrer aus St. Georgen und Königsfeld – und in beiden Kommunen gab es neue Bestmarken. In der Bergstadt radelten die Teilnehmer fast anderthalb Mal um die Erde.
Auf die Räder, fertig – los! Einmal mehr traten Einwohner von St. Georgen und Königsfeld im Juli für drei Wochen fleißig in die Pedale. Beim Stadtradeln galt es auch in diesem Jahr, so viele Kilometer wie möglich auf zwei statt auf vier Rädern zu absolvieren, das Auto lieber einmal zugunsten des Fahrrads stehen zu lassen.
Für St. Georgen war es in diesem Jahr nach 2022 und 2023 die dritte Teilnahme an der Aktion. Königsfeld ist bereits seit 2021 und damit schon zum vierten Mal dabei. Und in beiden Kommunen zeigt die Tendenz – sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den gefahrenen Kilometern – klar nach oben.
Ergebnisse für St. Georgen
59 634 Kilometer stehen in St. Georgen am Ende des dreiwöchigen Stadtradeln-Zeitraums unterm Strich. Absolviert wurden sie von insgesamt 190 Teilnehmern, die sich registriert hatten. 3112 Fahrten wurden im Aktionszeitraum von Teilnehmern aus St. Georgen erfasst. Hätten die Radfahrer für diese Fahrten das Auto statt ihres Fahrrads verwendet, hätten sie zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) ausgestoßen, rechnet das Klima-Bündnis, auf das die Initiative Stadtradeln zurückgeht, vor. Im kreisweiten Vergleich belegte St. Georgen damit den vierten Platz hinter Villingen-Schwenningen, Donaueschingen und Bad Dürrheim.
Auf der Webseite der Aktion Stadtradeln ist auch ersichtlich, in welchen Bereichen in St. Georgen die meisten Radler unterwegs waren. Um das herauszufinden, wertet das Klima-Bündnis GPS-Daten aus. Und die zeigen: Besonders viel Radverkehr war in St. Georgen im Zeitraum des Stadtradelns entlang der Bundesstraße 33 – insbesondere in Richtung Villingen. Aber auch Straßen in der Kernstadt, in Peterzell sowie der Radweg entlang der Schramberger Straße waren gut befahren.
Ein Team hat die Nase weit vorn
Insgesamt 18 Teams hatten sich in der Bergstadt beteiligt. Die meisten Kilometer erreichten die 26 Radelnden von EBM-Papst St. Georgen. Bei 503 registrierten Fahrten legten sie 13 832 Kilometer zurück. Die 23 Schwarzwaldradler brachten es bei 525 Fahrten auf 9817 Kilometer und damit auf Platz zwei. Das Podium komplettiert das Thomas-Strittmatter-Gymnasium. Dieses Team aus 29 aktiven Radelnden legte bei 342 Fahrten insgesamt 5268 Kilometer zurück.
Besonders langstreckenaffin präsentierten sich beim Stadtradeln die Genuß(bach)radler. Das Team aus gerade einmal acht Personen legte bei nur 80 Fahrten ganze 4893 Kilometer zurück – das entspricht einer durchschnittlichen Strecke von mehr als 61 Kilometern pro Fahrt.
Neuer Rekordwert für die Bergstadt
Im Vergleich zum Vorjahr stellen die Ergebnisse in St. Georgen eine Steigerung dar: 190 Teilnehmer sind acht mehr als im vergangenen Jahr, nachdem man schon von 2022 auf 2023 einen Zuwachs verzeichnet hatte. Die Zahl der geradelten Kilometer stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar überproportional zur Teilnehmerzahl: 2023 hatten es die St. Georgener Radler auf 50 580 Kilometer gebracht, 2022 auf 35 066 Kilometer. Die fast 60 000 Kilometer aus diesem Jahr sind damit neuer Rekord.
Ergebnisse für Königsfeld
159 Radler beteiligten sich in Königsfeld am Stadtradeln und legten insgesamt 29 925 Kilometer zurück. Insgesamt wurden 1900 Fahrten registriert, für welche das Klima-Bündnis eine CO 2 -Vermeidung von fünf Tonnen errechnet hat. Kreisweit reichte die Kilometerleistung der Königsfelder Radler für Platz sieben.
Wie schon für St. Georgen, zeigt auch die Karte für Königsfeld eine Tendenz der Fahrten in Richtung Oberzentrum. Die meisten im Zuge des Stadtradelns in und um Königsfeld registrierten Fahrten gingen entlang der Landesstraße 181 in Richtung Mönchweiler. Insgesamt konzentrieren sich die Fahrten sehr auf den Kernort – in den Ortsteilen waren im Zuge des Stadtradeln weit weniger Teilnehmer unterwegs.
Von den sechs Teams, die sich in Königsfeld am Stadtradeln beteiligten, hatten die Zinzendorfschulen klar die Nase vorn: 17 363 Kilometer radelten die 124 Teammitglieder bei insgesamt 1402 Fahrten. Mit 20 Radelnden, die bei 259 Fahrten 9118 Kilometer zurücklegten, ordnete sich der Radfahrverein Frohsinn Erdmannsweiler direkt dahinter auf dem zweiten Platz ein. Die vier Mitglieder des No-E-Bikes-Team legten bei 95 Fahrten 1497 Kilometer zurück und landeten auf Rang drei.
Teilnehmerzahl geht steil bergauf
Im Vergleich zum Vorjahr stieg in Königsfeld vor allem die Teilnehmerzahl, die bereits seit 2021 einem Aufwärtstrend unterlag, stark: Von 2023 auf 2024 kamen gut 30 Teilnehmer hinzu. Und auch die Kilometerleistung nahm im Vergleich zu bisherigen Jahren zu. Mit 29 925 Kilometern erreichte sie in Königsfeld ihren bisherigen Höchststand beim Stadtradeln.