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Rekordinvestitionen in Fabrik Daimler baut Sindelfingen aufwendig um

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Für die nächste Generation der S-Klasse wird das Sindelfinger Werk grundlegend umgebaut. Foto: factum/Weise

Sindelfingen - Der vom Mercedes-Stern gekrönte sogenannte „Krawattenbau“, in dem die Werkleitung und die anderen Schlipsträger ihre Schreibtische hatten, war bisher das Wahrzeichen des Sindelfinger Daimler-Werks. Heute ist dieser in der Nachkriegszeit gebaute Bürokomplex eine Ruine. Der Mercedes-Stern ist im Oktober abmontiert worden, Bagger fressen sich durch Mauerwerk und Gebälk.

Wo bisher Büros waren, soll eine riesige Produktionshalle entstehen, in der in einigen Jahren die Karosserie der nächsten Generation der S-Klasse zusammengeschweißt wird. Der Neubau ist Teil eines Investitionsprogramms, das einzigartig in der langen Geschichte des weltweit größten Fahrzeugwerks des Stuttgarter Konzerns ist. Im vorigen Jahr hat der Standort, der mit 2,9 Quadratkilometern größer als das Fürstentum Monaco ist, sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Kein anderes Unternehmen investiert so viel in so kurzer Zeit

„So viel ist hier noch nie gebaut worden“, sagt Werkleiter Michael Bauer stolz bei einer Besichtigung der zahlreichen Baustellen, die nach dem symbolischen Spatenstich vor einem Jahr mittlerweile eingerichtet wurden. Die Investitionen sind nach Einschätzung von Werkleiter Bauer nicht nur einzigartig für den Standort. „Ich kenne kein anderes deutsches Unternehmen, das an einem Standort in so kurzer Zeit so viel Geld investiert“, sagt der Werkleiter und fügt hinzu: „Das macht man nur, wenn man weiß, dass der Standort eine Zukunft“.

Der Standort Sindelfingen soll mit Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro bis 2020 grundlegend modernisiert werden. 600 Millionen Euro davon werden im Forschungs- und Entwicklungsbereich investiert. Die Investitionen sind Teil einer Vereinbarung, die das Management vor zwei Jahren zur weiteren Entwicklung des Werks und zur Sicherung der Beschäftigung mit dem Betriebsrat abgeschlossen hat. Vor kurzem erst hat das Unternehmen bekräftigt, dass Sindelfingen weiterhin Kompetenzzentrum für die Ober- und Luxusklasse mit der E- und S-Klasse bleiben soll. In einer Absichtserklärung wurde dem Betriebsrat zudem in Aussicht gestellt, dass dort auch Elektroautos gebaut werden sollen.

Die nächste Generation der S-Klasse benötigt mehr Platz

Auslöser der Rundumerneuerung ist die nächste Generation der S-Klasse, für deren Rohbau mehr Platz benötigt wird. Wann diese auf den Markt kommen wird, gilt noch als Betriebsgeheimnis. Man kann es sich aber ausrechnen, wenn Werkleiter Bauer sagt, dass die Bauprojekte bis 2019/20 abgeschlossen sein sollen.

Als Ersatz für den „Krawattenbau“ ist vor kurzem bereits ein neues Bürogebäude bezogen worden. Neu gebaut werden die Nachrichtentechnikzentrale und ein Rechenzentrum. Zudem entsteht ein Bürogebäude, in dem mehrere Bereiche der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars gebündelt werden sollen. Dazu zählt die Technologiefabrik, in der unter dem Stichwort Industrie 4.0 für die gesamte Sparte an neuen vernetzten Fertigungsprozessen getüftelt wird. Hier sollen auch die Produktionsplaner, die Logistiker und das Qualitätsmanagement einziehen. Auch Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer wird hier sein Büro haben. Zum Investitionsprogramm gehört auch eine umfassende Modernisierung der Lackieranlagen für sämtliche in Sindelfingen produzierten Modelle.

Im vorigen Jahr wurden in Sindelfingen mehr als 310 000 Fahrzeuge produziert. In dem Fahrzeugwerk sind mehr als 25 000 Mitarbeiter beschäftigt. Anfang dieses Jahres ist die neue Generation der E-Klasseangelaufen, die derzeit den Absatz kräftig ankurbelt. Am Standort Sindelfingen befinden sich auch die Konzernforschung sowie die Entwicklung und das Design der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars mit weiteren rund 10 000 Mitarbeitern.

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