460 Laufbegeisterte haben am Samstag beim Zollerberglauf etwas vollbracht, was Sportlaien zum Staunen bringt.
Genau 8,1 Kilometer Laufstrecke – das klingt erst mal harmlos, aber beim vom Skiclub Hechingen organisierten Zollerberglauf geht es – der Name sagt es schon– vom Weiherstadion aus 365 Meter in Höhe bis zum Ziel im Innenhof der Zollerburg.
460 Läufer und Läuferinnen waren dieses Jahr beim 39 Zollerberglauf am Start. Absoluter Rekord. Ob man nächstes Jahr beim 40er-Jubiläum die 500er-Grenze knackt? „Vielleicht lassen wir uns da was einfallen“, meinte Skiclub-Vorsitzender Frank Petri, der mit über 40 Vereinsmitglieder den reibungslosen Ablauf sicherte.
Musikalisch ist die „Autobahn zur Hölle“ das beliebtes Motiv
Erst mal galt es, den auf 10 Uhr angesetzten Massenstart sicherzustellen. Die Lautsprecheranlage am Starttor hatte zuvor mehrfach „Highway to hell“ von ACDC gespielt. Auf Deutsch: Der Weg zur Hölle. Mitreißendes Lied, aber mit dem Text identifizierte sich keiner der teilnehmenden Läufer. Alle freuten sich auf diese sportliche Herausforderung.
Wobei das Leistungsspektrum breitgefächert war. Als Einzelläufer fiel etwa Simon Rupp auf, weil er im Hähnchenkostüm an den Start ging. Eigentlich wollten auch seine Kumpel mitlaufen, aber die hätten sich überraschend krank gemeldet, meine er.
Im Hähnchen-Kostüm und ohne Training am Start
Das Kostüm sein ein Geburtstagsgeschenk gewesen, eine Anspielung auf seine Ratzgiwatz-Aktivitäten, wo der sich irgendwie den Spitzname „Hähnchen“ verdient habe. Trainiert für den Lauf habe er „gar nicht“. Wie lange er bis oben brauche, sei ihm „egal“, Hauptsache sei, „dass ich ankomme“.
Laufgruppen freuen sich auf Wiedersehen mit Kollegen aus anderen Orten
Da war was das Team des Lauftreffs aus Unterkirnach schon ambitioniertere am Start. Zumindest ein paar seiner Kollegen hätten vordere Plätze im Blick, so Lauftreff-Leiter Dieter Förnbacher. Aber neben dem Leistungsgedanke zähle hier vor allem auch die Gemeinschaft mit den anderen Läufern, die man von anderen Wettbewerben das Jahr über kenne. „Das hier ist die letzte Lauf-Veranstaltung im Jahr und damit ein schöner Abschluss.“
Wenn der Chef die Idee zur Teilnahme am Zollerberglauf hat
Ebenfalls am Start waren fünf Angestellte von „Körperbau“ aus Balingen. Der Chef habe die Idee gehabt, meinte die Gruppe, da habe man halt mitgemacht. Für manche in der Gruppe war es der erste Zollerberglauf. „Mal sehen“, so eine Teilnehmerin, die in T-Shirt und kurzen Sporthosen vor dem Start doch etwas fröstelte. Sie laufe regelmäßig, meinte sie, „und wenn es losgeht, wird einem schnell warm.
Herausforderung auch für die Feuerwehr
Eine Herausforderung war der Zollerberglauf am Sonntag auch für die Feuerwehr. Die Jugendwehr übernahm die Einweisung der Autos auf dem Weiherparkplatz, und Über 25 Aktive mit sechs Fahrzeugen übernahmen die Verkehrssicherung an jenen Stellen, wo die Läufer Straßen überquerten. Also zwischen Golfclub und Stockoch die Weilheimer Straße oder oberhalb vom Brielhof die Zufahrt zu B27.
Beim Kidslauf eifern viele Kinder ihren laufbegeisterten Eltern nach
Gut beschäftigt waren nach dem Startschuss der Zollerburgläufer die Skiclub-Helfer beim Kidslauf im Weiherstadion. Ein buntes Gewusel. Der Skiclub schenkte Tee aus, Eltern schnürten den Kleinsten die Schuhe, manche Nachwuchsläufer im Kindergartenalter trugen stolz ihre Startnummer über dem Kinderanorak und wussten gar nicht so recht, was ein Wettlauf ist. Aber einige hatten kurz davor Papa oder Mama zur Burg hoch losspurten gesehen und wollten ihnen einfach mal nacheifern. Für die Kleinsten ging es aber nur über 200 Meter, für die Alteren weitere Strecken. Aufregend war das auch, wie man ihren Gesichtern kurz vor dem Start ansehen konnte.
Über die Ergebnisse des Laufs wird noch ausführlich im Sportteil dieser Zeitung berichtet.