Hansi Dreher auf Elysium beim Weltcupspringen im Rahmen des CHIO Basel. Foto: Uli Nodler

Das Longines CHI Classics Basel ist für den heimischen Weltklasse-Springreiter Hans Dieter Dreher mit zwei Podestplätzen ein voller Erfolg gewesen.

Der Eimeldinger Ausnahme-Könner begeisterte am Samstagabend das fachkundige Publikum mit einem zweiten Platz im Championat der Stadt Basel um die Goldene Trommel. Außerdem schaffte er als Dritter im Preis des Gönnerclub Pferdesport Basel einen weiteren Podestplatz.

 

Doch zurück zum Championat der Stadt Basel um die goldene Trommel. Im Springen über Hindernisse bis zu einer Höhe von 155 Zentimeter setzte Deutschland ein starkes Ausrufezeichen. Josch Löhden sicherte sich mit EIC Schabernack den Sieg vor seinem Landsmann Hans-Dieter Dreher auf Vestmalle des Cotis. Rang drei ging an Katharina Rhomberg (AUT) mit Colestus Cambridge.

Im Weltcup-Springen fällt für Hansi Dreher die Stange am vorletzten Sprung. Foto: Uli Nodler

Insgesamt neun Paare qualifizierten sich für das Stechen, in dem sich die Schweizer geschlagen geben mussten. Bester Eidgenosse war Adrian Schmid mit Chicharito 11 auf Rang fünf. Barbara Schnieper mit Licolle folgte auf Rang sieben, Gaëtan Joliat mit Chelsea Z klassierte sich auf Rang neun.

Löhden zeigte sich nach seinem Sieg sichtlich erfreut: „Wenn man es schon ins Stechen schafft, will man natürlich alles geben. Ich hatte ein unglaublich gutes Pferd, das hilft enorm.“ Mit Blick auf Basel fügte er hinzu: „Basel war für mich unbeschreiblich. Dieser tolle Abschluss macht es umso schöner – ich freue mich, wenn ich nächstes Jahr wieder hier sein darf.“

Richard Vogel gewinnt das Weltcup-Springen

Beinahe hätte Dreher auch am Sonntag im extrem schweren Weltcup-Springen, dem Höhepunkt in der St. Jakobshalle, in die Entscheidung eingreifen können. Der Einzug ins Stechen war für den Eimeldinger mit seinem 14-jährigen Holsteiner-Wallach Elysium greifbar nahe. Doch am vorletzten Sprung erwischte es das Paar und verwehrte ihm den Einzug ins Stechen.

Richard Vogel gewinnt das Weltcup-Springen in Basel. Foto: Uli Nodler

Besser machte es sein Landsmann Richard Vogel, der auf United Touch S mit einem waghalsigen Ritt im Stechen triumphierte und 99 000 Euro Siegprämie einstrich. Es war sein dritter Sieg bei den Longines CHI Classics Basel.

Im Preis Gerüstbau Nordwest Jagdspringen über 150 Zentimeter hohe Hindernisse sorgten die Schweizer Reiter für einen eindrucksvollen Dreifachsieg sorgen. Steve Guerdat und seine Stute Is-Minka, die nach einer längeren Verletzungspause wieder in Bestform zurückkehrte, landeten ganz oben auf dem Podest. „Ich habe nicht erwartet, dass sie so schnell wieder so gut und kompetitiv springt“, sagte Olympiasieger Guerdat nach dem erfolgreichen Ritt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Martin Fuchs mit Love de Vie sowie Bryan Balsiger mit Fais Toi Belle du Seigneur Pleville.

Zuvor sorgte die Weltcup- Dressurkür für hochklassigen Sport und richtungsweisende Resultate. Den Sieg holte sich Isabell Werth mit Wendy de Fontaine. Nach einer längeren Pause im Herbst sammelte die deutsche Ausnahmeathletin damit ihre ersten Weltcuppunkte der laufenden Saison.

Schweizer Dressurreiterin begeistert das Publikum

Auf Rang zwei begeisterte Charlotta Rogerson mit Bonheur de la Vie. Bereits im Grand Prix hatte sie ihre persönliche Bestleistung erzielt – mit so vielen Punkten wie noch nie auf internationalem Niveau, und das mit einem Pferd, das zuvor noch nie eine Weltcup Prüfung bestritten hatte.

In der Kür übertraf Rogerson diese Leistung mit 81.290 Prozent nochmals deutlich: Zum ersten Mal überhaupt zeigte sie diese Kür und erzielte damit die höchste Punktzahl einer Schweizerin. „Es ist etwas ganz Besonderes, Zweite hinter Isabell zu sein – und jetzt neben ihr zu sitzen, ist einfach unglaublich. Ich muss mich selbst kneifen“, sagte die Schweizerin. Zum Turnier ergänzte sie: „Das Publikum hier und die Organisation sind außergewöhnlich – aus meiner Sicht kann man es nicht besser machen.“

Dritter wurde Raphael Netz mit DSP Dieudonné. Mit seinem Auftritt in Basel baute er seine Führung im Dressur Weltcup weiter aus und unterstrich seine starke Form in dieser Saison.