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Reiten Michael Jung: Ein Wimpernschlag entscheidet

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Einmal Zweiter und in der CCI2*-L-Prüfung doch noch ganz vorne: der Vielseitigkeitsreiter Michael Jung aus Horb-Altheim. Bereiter Pietro Grandis freute sich über den Bronzerang. Foto: equistock.de/Waldenmaier

Die Saison der Vielseitigkeitsreiter geht langsam aber sicher in die Vollen. Für Michael Jung aus Horb-Altheim, der mittlerweile auch im Springen ganz vorne mitmischt, stand vergangenes Wochenende die deutsche Meisterschaft der Berufsreiter in Marbach an.

0,1 Punkt hat gefehlt. Ein Wimpernschlag, im wahrsten Sinne des Wortes. "Das ist ungefähr eine halbe Sekunde im Gelände", sagt Joachim Jung, der Vater und Trainer von Michael und macht damit die Relation deutlich. In der 4*-S-Vielseitigkeit von Marbach landete der Altheimer mit seinem Pferd fischerChipmunk nach einem Abwurf im abschließenden Springen auf dem zweiten Platz, denkbar knapp hinter Andreas Dibowski, der den deutscher Meistertitel der Berufsreiter eingeheimst hat. Ein "blöder Fehler" sei das im Parcours gewesen, sagt Joachim Jung. "Da hat er die Sprungphase etwas zu früh abgebrochen." Chipmunk touchierte die hintere Stange am Oxer – die Auflage löste nach unten aus. "So etwas kann aber auch passieren, wenn man schon ein richtig eingespieltes Team ist."

Der nächste Schritt

Kummer beschert dieses Ergebnis aber weder Michael noch Joachim Jung. Vielmehr war es der nächste Schritt in die richtige Richtung. Das Turnier in Marbach war erst das zweite, das Jung mit seinem neuen, talentierten Pferd bestritten hat. Und dass zu diesem frühen Zeitpunkt – Chipmunk steht erst seit Februar auf dem Hof der Familie Jung in Altheim – noch an der Feinabstimmung gearbeitet wird, ist völlig normal. Zwar habe sein Sohn den elfjährigen Wallach im Gelände bereits etwas mehr gefordert als noch beim ersten gemeinsamen Auftritt in Rieden-Kreuth, allerdings hätte er ihn, so Joachim Jung, auch noch mehr galoppieren lassen können. "Das war aber gar nicht das Ziel", erklärt er weiter. "Es ging vielmehr darum, dass Michael ein gutes Gefühl bekommt. Und die Abstimmung, besonders vor den Hindernissen, ist das A und O."

Weitere Top-Platzierung

Auch bei seinen beiden weiteren Starts überzeugte Jung mit Corazon und Highlighter. "Insgesamt haben alle Pferde eine tolle Leistung gezeigt", so Joachim Jung. "Highlighter ist seine erste 4*-Prüfung gegangen, insgesamt erst die zweite Prüfung mit Michael im Sattel. Er hat sich vor allem in der Dressur toll entwickelt. Bei Corazon war es schade, dass sie im Gelände beide vorderen Eisen verloren hat. Dass es durch den Regen etwas rutschig war, war in diesem Fall gut, weil es den Hufen nicht so viel ausmacht. Allerdings hat das Pferd dadurch keinen sicheren Halt." Mit der braunen Stute landete Jung auf Rang sieben, mit Highlighter landete er im Mittelfeld.

Die Nase vorn

Und trotzdem durfte Michael Jung noch ganz nach oben aufs Treppchen steigen: In der 2*-L-Prüfung pirschte er sich mit Wild Wave, einem siebenjährigen Wallach, vorne an: Nach der Dressur lag er auf Rang vier, nach dem Gelände auf Platz drei – und dank eines fehlerfreien Springens am Ende ganz vorne. Ebenfalls stark präsentiert hat sich in dieser Prüfung der Italiener Pietro Grandis, Bereiter auf dem Hof der Familie Jung, der sich mit Star Connection den Bronzeplatz sicherte. Zudem holte er mit Journeyman und Choclat die Ränge sechs und sieben.

Voller Terminkalender

"Sehr zufrieden" durfte deshalb auch Joachim Jung nach diesem Wochenende sein. In den kommenden Wochen ist der Turnierkalender voll bepackt: "Die Vielseitigkeitspferde haben jetzt eine Woche Pause, am Donnerstag fahren wir nach Nörten-Hardenberg zum Springturnier. Danach geht es mit der Vielseitigkeit in Baborowko (Polen) weiter. Eine Premiere, denn auf diesem Turnierplatz waren wir bislang noch nie."

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