Michael Jung möchte Deutscher Meister werden. Foto: Schulze

Reitsport: Gelungenes Comeback mit Pferd Star Connection in Wiesbaden.

Zum fünften Mal hat Olympiasieger Michael Jung aus Horb die Vielseitigkeit beim internationalen Pfingstreitturnier in Wiesbaden gewonnen. Mit einem Ergebnis von 23,4 Punkten ließ der 36-Jährige mit seinem Pferd Star Connection die Konkurrenz deutlich hinter sich.

Zweiter wurde der Australier Christopher Burton mit Lawtown Chloe (28,3). Rang drei ging an Ingrid Klimke aus Münster mit Hale Bob (28,4). Die 51-Jährige hatte in Wiesbaden ebenfalls schon fünf Mal die Vielseitigkeit gewonnen.

Seit 2017 war der nun elfjährige Star Connection von Michael Jung verletzungsbedingt kein Turnier mehr gegangen. Nun bewies der Wallach in der Vier-Sterne-Kurzprüfung beim Wiesbadener Pfingstturnier, dass er mehr als nur wieder fit ist. Das CCI4*-S beim Pfingstturnier in Wiesbaden war zugleich Etappe der Event Rider Masters (ERM), einer internationalen Serie für Vielseitigkeitsreiter. Nach der Dressur hatte zunächst alles nach einem Sieg für Ingrid Klimke und ihren Europameister Hale Bob ausgesehen. Mit 16,4 Minuspunkten (umgerechnet mehr als 83 Prozent) nach der Dressur lieferten sie nicht nur einen neuen ERM-Rekord, sondern auch eine neue persönliche Bestleistung ab.

Im Parcours fielen dann allerdings drei Stangen, sodass Julia Krajewski und Samourai du Thot die Führung übernahmen. Da es für diese beiden allerdings nächste Woche zu den Deutschen Meisterschaften nach Luhmühlen gehen soll, zog Krajewski vor dem entscheidenden Gelände zurück.

Damit war die Bahn frei für Michael Jung und Star Connection. Der elfjährige Chacco-Blue-Nachkomme war im September 2017 sein letztes Turnier gegangen. Vor einigen Wochen stellte ihn Jungs Stall-Jockey Pietro Grandis erstmals wieder in Radolfzell und Marbach vor. In Wiesbaden stieg der Olympiasieger dann selbst wieder in den Sattel. Den Hannoveraner hat er übrigens schon ziemlich lange im Stall – 2014 konnten die beiden bereits den Titel bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde holen.

"Ein sehr schönes Pferd"

Nach 22,2 Minuspunkten in der Dressur und einem fehlerfreien Springen kamen auf der Geländestrecke lediglich 1,2 Zeitfehler für das Paar hinzu. Mit einem Endergebnis von 23,4 Minuspunkten war ihnen der Sieg in Wiesbaden somit nicht mehr zu nehmen. "Er ist ein wirklich sehr, sehr schönes Pferd", schwärmte Jung im Anschluss. "Er hat in allen drei Disziplinen eine Menge Qualität und ein super Gehirn. Er ist sehr einfach zu reiten und ich bin sehr glücklich, ihn zurück zu haben. Ich habe gewusst, dass ich mit ihm vorne mitmischen kann, wenn alles gut läuft", sagte er nach seinem Sieg. Mit einem vierten Platz in einer Springprüfung war Michael Jung im Parcours erfolgreich unterwegs.

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