Verließen den Parcours zum Schluss als Sieger: Theresa Castaldo gewann auf Contra das M-Springen. Foto: Schwark

Reitsport: RFV Pfalzgrafenweiler setzt Hygienekonzept um und veranstaltet traditionelle Reitsporttage. Fast 400 Starts.

Bei bestem Spätsommerwetter hat der RFV Pfalzgrafenweiler vergangenes Wochenende doch noch seine traditionelle Reitsporttage ausgetragen. Coronabedingt allerdings als "Reitsporttage 2020 Spezial Edition" – im Vordergrund stand ganz klar der sportliche Teil.

Dem Verein war es vor allem wichtig, dass alle Coronavorgaben eingehalten wurden. So wurde die Reitanlage rundherum abgesperrt, die Zu- und Ausgänge wurden kontrolliert, alle Besucher erfasst. Damit die Richter ihre Abstände einhalten konnten, wurde für diese noch ein spezieller Anhänger geliehen. In regelmäßigen Abständen wurden genutzte Flächen desinfiziert. Bei der Besichtigung der Reitanlage und Parcours war Mundschutz Pflicht. "Zu Gunsten der Springprüfungen wurden die Dressurprüfungen etwas verringert", berichtete Katrin Pfeifle, die auch die Gesamtorganisation der Reitsporttage übernommen hatte. Für den sportlichen Teil des Turniers zeichnete Anna-Lena Rilling verantwortlich. Über ein eingespieltes Team und eine angenehme Stimmung freute sich ebenso der Vorsitzende vom RFV Pfalzgrafenweiler, Johannes Pfeifle.

50 Helfer im Einsatz

Insgesamt waren an beiden Tagen rund 50 Helfer im Einsatz. "Inzwischen wird die Reitsportanlage wieder komplett vom RFV Pfalzgrafenweiler bewirtschaftet, sowohl der Pensionsstall wie auch der Reitunterricht", informierte Katrin Pfeifle. Trotz der langen Coronapause schätzte sie das Niveau beim Turnier eher als hoch ein. Auch wurden mehr Teilnehmer als sonst verzeichnet. Rund 400 Starts wurden beim Turnier verzeichnet. Vom Führzügel bis Klasse M-Springen war für jede Altersklasse etwas dabei. Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg nahmen teil.

Als Besuchermagnet erwies sich das Klasse M-Springen mit Siegerrunde. Im gebührenden Abstand konnten die Besucher dazu bei hochsommerlichen Temperaturen spannenden Reitsport erleben. Eine Besonderheit trug sich am Samstagabend zu: In Anwesenheit von Sportkreisreferent Alfred Schweizer und dem Vorsitzenden vom PSK Nordschwarzwald, Harald Brandl, wurde die neu errichtete Flutlichtanlage offiziell übergeben und vorgestellt. Vom Flutlicht auf der Reitsportanlage profitieren die Mitglieder bereits in der anstehenden Herbst-und Winterzeit.

Gastgeber räumt ab

Sportlich sprangen für den gastgebenden Verein mehrere gute Platzierungen heraus. Im Reiter-WB Schritt-Trab-Galopp siegte Emma Schuler vom RFV Pfalzgrafenweiler mit der Wertnote 8,50. Auf den dritten Platz kam Nelly Gauß vom RFV Pfalzgrafenweiler mit der Wertnote 7,50. Im Stilspring-WB ohne erlaubte Zeit hatte Franka Theurer mit Wertnote 8,0 vom gastgebenden Verein die Nase vorn. In der Punktespringprüfung A** erreichte Pia-Sophie Hanke vom RV Waldachtal unter 43 Teilnehmer den Platz drei. Ebenso siegte Hanke in der Stilspringprüfung KL. L mit der Wertnote 8,5. Leonie Hamann vom PSV Pfalzgrafenweiler landete in der Springprüfung KL. A* auf Platz drei. In der Stilspringprüfung KL. A** setzte sich Mina Hartl vom RFV Horb mit der Wertnote 8,5 durch.

Für die elf Teilnehmer der Springprüfung KL. M* mit Siegerrunde hatte Parcourschef Rüdiger Rau wieder einen gediegenen Kurs gesetzt. Vier Teilnehmer platzierten sich für die Siegerrunde. Überzeugend setzte sich hier Theresa Castaldo vom TSG Durmersheim Hardt mit null Fehlern und in einer Zeit von 62,74 Sekunden durch. Vom RFV Effringen platzierte sich Elias Frommer ebenso mit einem Nuller und 66,43 Sekunden auf Platz zwei, gefolgt von Anja Lux vom RFV Böblingen (0 Fehler/71,75 Sekunden). Vom RC Heiligenbronn platzierte sich Jessica Wirth mit vier Fehlern in einer Zeit von 68,24 Sekunden auf Rang sechs.

Die Sieger schleifen mussten die erfolgreichen Teilnehmer dann einzeln vom Wettbewerbsbüro abholen. Corona lies keine Siegerehrung vor den Zuschauern zu.

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