Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Reiten Herzschlagfinale im Großen Preis

Von
Bekamen am Sonntagnachmittag die goldene Schleife angesteckt: Barbara Steurer-Collee und Big Boy 36. Foto: Wagner

Sie hat mit den Steinchen auf ihrem Helm, die in der späten Mittagssonne funkelten, um die Wette gestrahlt: Barbara Steurer-Collée von der RA TV Alpirsbach-Rötenbach hat sich am Sonntag den Sieg im Großen Preis des Springturniers in Heiligenbronn gesichert.

Es war ein Herzschlagfinale, so viel sei vorweg genommen. Nur ein Wimpernschlag – nämlich genau 29 Hundertstelsekunden – hat im Stechen des Großen Preises auf der Anlage des RC Heiligenbronn über Sieg und Rang zwei entschieden.

32 Starter waren um 16 Uhr bei perfekten Bedingungen, 22 Grad und strahlendem Sonnenschein in den Umlauf des S***-Springens gegangen. Und Günter Treiber, der mit seiner Stute Montana 681 als Erster in den Parcours ging, legte gleich eine Nullrunde hin – ein perfekter Start. Doch er sollte eine ganze Weile der Einzige bleiben, der es ohne Fehler durch den 13 Hindernisse umfassenden Parcours schaffte. Marco Litterscheidt und Armin Schäfer Junior reihten sich mit Hinde van de Moldervelden und Lanciano 81 in die Reihe der Null-Fehler-Ritte ein – genau wie die erst 16-jährige Britt Roth vom RFV Zeiskam, die erst vor kurzem einen dritten Platz im Nationenpreis eingeheimst hatte, und mit ihrer Stute Thekla-Carola ebenfalls einen tadellosen Umlauf zeigte.

Nach einer kurzen Pause machte Barbara Steurer-Collée mit Big Boy 36, der seinem Namen aufgrund seiner Größe wahrlich alle Ehre macht, bereits auf sich aufmerksam. Sie setzte sich in einer Zeit von 75,45 Sekunden fürs Erste an die Spitze. Ins Stechen sollten ihr noch Wolfgang Arnold, der Bulgare Rossen Raytchev, der für den RV Epfendorf startet, Jonathan Arleff und Andy Witzemann folgen.

Vier Reiter bleiben auch im Stechen ohne Fehler

In gleicher Reihenfolge ging es am späten Nachmittag also ins Stechen. Der Parcours wurde von 13 auf acht Hindernisse reduziert –­ aus der dreifachen Kombination wurde eine zweifache. Günter Treiber musste genau dort Federn lassen: Am ersten Sprung der Kombination fiel die erste Stange – am letzten Hindernis sollte noch eine weitere zu Boden gehen. Mit acht Strafpunkten waren seine Chancen auf den Sieg schon so gut wie dahin. Marco Litterscheidt sollte dies direkt im Anschluss bestätigen: Ihm gelang eine erneute Runde ohne Fehler – auch wenn am zweiten Hindernis, einem Steilsprung, die oberste Stange mächtig ins Wackeln kam. Seine Führung sollte eine ganze Weile Bestand haben – denn sowohl Armin Schäfer Junior, der eine ganz enge Linie gewählt hatte, jedoch ebenfalls an der Kombination riss und mit vier Strafpunkten ins Ziel kam, als auch die junge Britt Roth, bei der gleich drei Stangen gefallen waren, konnten den Führenden nicht in Bedrängnis bringen.

Erst Barbara Steurer-Collée setzte ein Ausrufezeichen. Und was für eins: In einer Zeit von 45,80 Sekunden und damit drei Sekunden schneller als der bis dahin Führende Litterscheid setzte sich die Schwarzwälderin, die in Eberstadt bei Heilbronn mit ihrem Mann einen eigenen Stall führt, an die Spitze des Feldes –­ und fiel ihrem Wallach um den Hals. "Ich wusste schon, dass wir flott waren", sollte sie später zu ihrem Ritt sagen, "und ich war gespannt, was die Zeit wert sein würde."

Tatsächlich sollten weder Wolfgang Arnold noch Rossen Raytchev, obwohl sie fehlerfrei blieben, ihre Zeit in Gefahr bringen. Nachdem sich auch Jonathan Arleff mit acht Strafpunkten begnügen musste, kam Andy Witzemann als letzter Reiter der diesjährigen Ausgabe des Heiligenbronner Turniers in den Parcours. Auf seinem braunen Wallach Cassadero legte Witzemann eine starke Runde hin. Er wählte eine enge Linie, machte zwischen den Hindernissen ordentlich Tempo. Schon beim vorletzten Hindernis gingen alle Augen auf die Anzeigetafel. Es war klar, dass es ganz knapp werden würde. Witzemann blieb auch über dem letzten Steilsprung ohne Fehler. Vor dem Komma seiner Zeit leiuchtete jedoch die 46 auf – und damit hatte Steurer-Collée den Sieg in der Tasche.

Perfekter Abschluss für Barbara Steurer-Collee

"Diese Woche lief eigentlich gar nicht gut für mich", sagte die strahlende Siegerin später. "Gestern waren wir als 16. zwar noch platziert, aber mit so etwas hatte ich im Leben nicht gerechnet. Obwohl er so groß ist, macht Big Boy das problemlos und geht auch die engen Wege." Es war der perfekte Abschluss für die Alpirsbacherin und ein Stück weit Wiedergutmachung für die zuvor nicht ganz rund gelaufenen Prüfungen. Und nächstes Jahr? "Wenn die Pferde fit sind, sind wir definitiv wieder hier und versuchen, vorne anzugreifen."

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.