Ein starkes Duo: Der Südbadener Hans-Dieter Dreher und seine Stute Berlinda waren am Sonntag nicht zu schlagen. Foto: Sigwart

Reiten: Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen triumphiert beim Großen Preis in Donaueschingen.

Hans-Dieter Dreher ist der neue Champion im Schlosspark. Am Sonntag gewann der 45-Jährige auf seiner Stute Berlinda zum ersten Mal beim 61. CHI in Donaueschingen den Großen Preis.

Weltklasse-Reiter Marcus Ehning hatte es geahnt: "Jetzt kommt der Sieger", sagte er, als Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) auf seiner Stute Berlinda den Springplatz betrat. Zuvor hatte er selbst im Stechen, für das sich sechs Reiter qualifiziert hatten, eine Stange gerissen. Damit waren seine Siegchancen dahin. "Wenn man nichts riskiert, kann man auch nicht gewinnen", sagte er achselzuckend.

Es war eine knappe Geschichte. Laura Klaphake, die als erfolgreichste Reiterin des Turniers ausgezeichnet wurde, hatte auf Catch me if you can die erste fehlerfreie Runde im Stechen vorgelegt (41,27 Sekunden). Julia Houtzager-Kayer war mehr als eine Sekunde langsamer (42,68).

Danach war Ehning an der Reihe – und riss auf dem Rücken von Cristy eine Stange. Hans-Dieter Dreher ging als letzter in den Parcours und schaffte es in 40,79 Sekunden fehlerfrei ins Ziel. "Es war schon lange ein Traum von mir, das Turnier in Donaueschingen zu gewinnen. Jetzt habe ich es endlich geschafft", sagte er anschließend überglücklich. "Leider war es die erste Platzierung, die ich in diesem Jahr hier geschafft habe", merkte er an. "Aber das reicht ja dann auch." Michael Jung (Horb-Altheim) und Niklas Krieg (RuF Donaueschingen) schieden beim Großen Preis bereits im Umlauf aus. "Chelsea ist heute ausgezeichnet geritten", war Jung im Anschluss dennoch zufrieden. Trotzdem riss sie bei einer Dreifach-Kombination eine Stange. "Das war aber ganz klar mein Fehler", betonte er. Der Horber wurde mit dem Sympathie-Preis des Schwarzwälder Boten ausgezeichnet.

Bei den Dressurreitern wechselten sich Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl ab. Werth gewann den Grand-Prix sowie den Nürnberger-Burg-Pokal am Samstag. Von Bredow-Werndl sicherte sich den Grand-Prix am Sonntag.

Den Marathon bei den Pony-Gespannen holte sich Marijke Hammink (Niederlande), bei den Pferde-Gespannen siegte der Weltklasse-Fahrer Georg von Stein mit seinem Team (Moldautal).

An den vier Turniertagen waren insgesamt 44. 000 Zuschauer nach Donaueschingen gekommen. Damit zeigte sich Turnierchef Kaspar Funke sehr zufrieden – vor allem, wenn man bedenkt, dass das Wetter einfach nicht mitspielen wollte. Auch, um diesem Problem entgegenzuwirken, wird das Turnier im kommenden Jahr übrigens bereits im August stattfinden.

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