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Reiten CHI: Embassy II sorgt für den "Wow-Effekt"

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Der strahlende Sieger: Hans-Dieter Dreher auf Embassy II bekam seinen Preis vom Erbprinzen Christian und der schwangeren Erbprinzessin Jeannette zu Fürstenberg überreicht. Foto: Sigwart

Er hat es wieder getan. Bei Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen scheint der Knoten in Sachen CHI Donaueschingen geplatzt zu sein. Nach 2017 sicherte er sich auch in diesem Jahr den Sieg im Großen Preis des S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Turniers.

Sie hatten sich herausgeputzt. Ein schwarzes Ohrenkäppchen mit roter Kordel, die passende Schabracke und rote Steigbügel – Hans-Dieter Dreher und sein schwarzbrauner Hannoveraner Hengst Embassy II hatten allein durch ihr Aussehen für einen "Wow-Effekt" auf dem Hauptplatz des Donaueschinger Schlossparks gesorgt. Und das, obwohl Embassy eigentlich schon zur alten Garde gehört. Anzusehen ist das dem 17-jährigen Hengst, der ein Jahr lang verletzungsbedingt ausgesetzt hatte, aber nicht. Dass ein Pferd in diesem Alter zurück in den Turnieralltag findet – und das auf Weltniveau – ist erstaunlich. Noch erstaunlicher aber war, wie er mit Dreher durch den Parcours flitzte.

Mit Ruhe und Konsequenz

Der Titelverteidiger, der im Vorjahr auf Berlinda zum ersten Mal den Sieg im Großen Preis geholt hatte, schien fokussiert – und legte im Umlauf am Sonntagmittag nach der Schwedin Erica Swartz, dem Belgier Gilles Dunon, dem Deutschen Holger Hetzel (Goch) und dem Schweizer Martin Fuchs den fünften fehlerfreien Ritt hin. Ohne Probleme überwand das Duo den Parcours, der in der ersten Runde aus 13 Hindernissen – darunter einer dreifachen und einer zweifachen Kombination – bestand.

Im Stechen ging es indes eng zu – wenngleich Luft nach oben war. Denn Erica Swartz und Gilles Dunon legten beide jeweils acht Fehlerpunkte vor. Holger Hetzel auf seinem Holsteiner Wallach Legioner riss eine Stange weniger – und setzte sich nach 42,96 Sekunden an die Spitze des Feldes. Mit Martin Fuchs und seiner Stute Dubai Du Bois Pinchet kam dann ein Paar auf den Platz, dem man den Sieg zutrauen durfte. "Ich hatte Hansi im Rücken und musste ihn unter Druck setzen", sagte Fuchs später. "Deshalb habe ich entschieden, das volle Risiko zu gehen. Ich wusste ja, dass ich mit null oder vier Fehlern trotzdem die Führung übernehmen würde."

Gesagt, getan: Martin Fuchs und sein "Speed-Pferd", wie er die neunjährige Stute selbst nennt, gaben Gas. Bis zum drittletzten Hindernis, einem Steilsprung, den die Stute im ersten Umlauf problemlos genommen hatte, war alles im grünen Bereich. Dann fiel die Stange – über die Tribüne fegte ein Raunen. Fuchs blieb konzentriert, brachte das Ergebnis in einer Fabelzeit von 41,28 Sekunden ins Ziel.

"Ich hätte sehr gerne gesehen, wie Hansi diese Zeit knackt", betonte Fuchs später und lachte. Als Dreher mit seinem Hengst eingeritten kam, hielt das Publikum die Luft an –­ bei dem Eimeldinger bemerkte man hingegen nicht einmal einen Hauch von Nervosität. "Ich war im Stechen die Ruhe selbst, weil ich wusste, dass Embassy in Topform ist", bestätigte Dreher. Mit einem weiteren Null-Fehler-Ritt – in 47,82 Sekunden – verteidigte er seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

Wie es war, als die Welle des Applauses über ihn einbrach? "Ein richtig geiles Gefühl", sagte Dreher. "Für mich ist das hier fast wie Heimat. Dass es jetzt auch noch zum zweiten Mal in Folge geklappt hat, freut mich riesig."

Rothenberger besticht

Wenige Meter vom Geschehen auf dem Hauptplatz entfernt zeigte der 23-jährige Sönke Rothenberger auf Cosmo 59, weshalb er bei den Weltreiterspielen in Tryon in wenigen Wochen dabei sein muss: Mit 84,362 Prozent sicherte er sich im Grand Prix Special vor Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl den Sieg. Bei den Gespannfahrern feierte Steffen Brauchle mit seinem Pony-Vierspänner die deutsche Meisterschaft. In der Pferde-Konkurrenz siegte Georg von Stein (Modautal). Der Sympathie-Preis des Schwarzwälder Boten ging erneut an den Horber Michael Jung. Gut 49 000 Zuschauer hatten an den vier Turniertagen den Weg in den Schlosspark gefunden.

Ihre Redaktion vor Ort Donaueschingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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