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Reiten Auf der Welle des Erfolgs

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Über sich hinaus gewachsen: Andreas Brünz gewinnt mit Balam den Großen Preis von Ladenburg bei Heidelberg. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Der Springreiter Andreas Brünz aus Waldachtal hat das S-Springen***-Turnier in Ladenburg bei Heidelberg gewonnen. Auf dem französischen Wallach Balam ritt er zu dem mit 12 000 Euro dotierten Preisgeld.

Nach längerer Durststrecke griff Andreas Brünz vom RSC Salzstetten wieder einmal nach den Sternen: Mit satten zwei Sekunden Vorsprung ritt der gelernte Konditor im Stechen des S-Springens*** in einem grandiosen Finale über die Ziellinie. Als Zweiter am Start in der Finalrunde war es angeraten, gleich alles in die Waagschale zu werfen: "Ich musste viel auf Risiko reiten, weil ich ja nicht wusste, was danach kommt."

Es war ein ziemlich schwieriges Springen mit Oxer-Höhen von 1,50 Meter und sechs Null-Fehlerritten im Umlauf. Andreas Brünz schraubte seinen hünenhaften Rappen Balam in schwindelnde Höhen und es gelang ihm ein Doppel-Null-Fehlerritt im Umlauf und im Stechen. 30 Grad Hitze setzten Reiter und Pferd zu. Das Aushängeschild des RSC Salzstetten holte wieder Meriten nach Waldachtal und siegte vor Markus Lindenmaier vom Gut Weihersmühle auf "Estero Bay" und Armin Schäfer junior vom RV Mannheim auf seinem Schimmel "Manhattan Blue", ebenso wie Brünz Badenia-Sieger. Selbst der sonst so erfolgreiche Bulgare Rossen Raytchev vom RV Epfendorf konnte sich auf Chester in dieser anspruchsvollen Springprüfung nach Null-Fehler im Umlauf nach dem Stechen nicht platzieren.

Es war im Jahr 2008, als Andreas Brünz mit seinem Wunder-Pferd Lumos das hochkarätige Badenia-Springen auf dem Mannheimer Maimarkt gewann und in Reitsportkreisen über Nacht berühmt wurde. Seither überlässt der Sohn des Schwarzwälder Tortenkönigs Roland Brünz das Backen von Tiefkühl-Torten- und Kuchen seinem Bruder Dirk (Pfalzgraf Konditorei in Pfalzgrafenweiler) und widmet sich arbeitstäglich seinem professionellen Brünz Reitstall in der Waldachtalgemeinde Salzstetten.

Jahrelang ritt er unter großer Anspannung: Der Badenia-Sieg im S****-Turnier in Mannheim war auch eine Bürde und lastete schwer auf seinen Schultern. Den Großen Preis von Ladenburg/Mannheim zu gewinnen, erwies sich wie ein Befreiungsschlag. Seit dem ersten Aufwind, dem dritten Platz im CSI Championat von München 2018 verspürt Andreas Brünz, dass sich Balam in Topform befindet. Er weiß, was es bedarf, ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen: "Reiter und Pferd brauchen einen guten Tag."

Im Aufbau-Springen für den Sonntag platzierte sich Brünz mit Balam tags zuvor in einer Springprüfung Klasse S mit Stechen* auf Rang neun. "Übermotiviert, Leichtsinnsfehler", kommentierte der Springreiter den Einstieg. Trotz angeschlagener Gesundheit machte sich Andreas Brünz dann Hoffnungen für das Springen um den Großen Preis: "Bei nur einem Fehler ist Balam bereits sehr gut gegangen. Ich wusste, dass ich gute Chancen habe, wenn ich ihn einen Tag später gut reite." Viele Gratulanten gaben sich ein Stelldichein.

Auf Erlando Lilli Collee, Riesentalent aus Eberstadt bei Heilbronn hat in Ladenburg ihre noch junge Karriere wie im Bilderbuch fortgesetzt. Die Tochter der Profireiter Uli Collee und Barbara Steurer-Collee, die aus Alpirsbach stammt, hat mit gerade mal 15 Jahren hier ihr erstes S-Springen gewonnen. Im Sattel des achtjährigen Holsteiner Casello, den Hans-Dieter Dreher in der letzten Saison geritten hat, siegte die Europameisterschafts- und Nationenpreis-Reiterin bei den Children im vergangenen Jahr in einem schweren U 25-Springen und belegt jetzt mit Barry Brown Escaille überdies noch Rang fünf im S-Springen. 2017 holte sie Bronze bei der Children U 14-Weltmeisterschaft in Mexiko.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Die nächsten Vorhaben von Brünz sind das Turnier in Legelshurst vom 8. bis 10. Juni und die Qualifikation für die German Masters in der Schleyer-Halle in Ichenheim vom 14. bis 17. Juni. Es qualifizieren sich die 25 punktbesten aus Baden-Württemberg – Andreas Brünz hofft, dabei zu sein.

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