Kreuzfahrten, Entspannungsurlaube oder auch Gruppenreisen – es gibt viele Varianten seinen Urlaub zu verbringen. Doch was sind die diesjährigen Reisetrends? Unsere Redaktion erkundigte sich beim örtlichen Reisebüro Fernweh nach dem Stand.
Egal ob Mallorca, Italien, Spanien, oder auch andere Kontinente wie Nordamerika oder Asien, Reisen ist bei vielen Menschen eine gerngesehene Abwechslung zur gewohnten Umgebung. Doch was ist in diesem Jahr besonders im Trend? Kreuzfahrtschiff oder Ferienwohnung? Südliche oder nördliche Länder? Unsere Redaktion fragte nach.
Besonders hoch im Kurs sind auch in diesem Jahr die Reiseziele Türkei und Mallorca, dicht gefolgt von Kreta. Das seien die „Dauerbrenner“ bei Familien, wie Svenja Pegatzki, Geschäftsführerin des Reisebüros Fernweh aus Villingen weiß.
Doch besonders in diesem Jahr würden Familien die Welt mit Kreuzfahrtschiffen erkunden. Das sei im Gegensatz zu den Vorjahren „im Kommen“.
Kinder verhältnismäßig kostengünstig
Dies könne damit zusammen hängen, dass Kinder auf Kreuzfahrten verhältnismäßig kostengünstig mitreisen könnten, erklärt Pegatzki. „Ebenso ist Familien ein All Inclusive Hotel wichtig, damit vor Ort nicht noch mal erschreckend hohe Nebenkosten entstehen.“
Bei Paaren sind Rundreisen mit Badeaufenthalten beliebt. „Dieses Jahr durften wir auch vielen Paaren bei den Flitterwochen behilflich sein. Nach wie vor bleiben hier die klassischen Traumziele – Malediven, Mauritius oder Thailand. Allerdings auch schon für den Spätsommer und den Herbst.“
Gruppenreisen nach Asien gefragt
Selbstfahrerrundreisen sind dieses Jahr vermehrt gefragt, und Reiseziele wie die USA, Irland und Großbritannien würden für den Sommer stark gebucht werden. Auch die Nachfrage nach Gruppenreisen im asiatischen Raum wie Vietnam oder Thailand sei wieder sehr groß.
Ansonsten gebe es im Vergleich zu den Vorjahren keinen großen Wandel in der Reisebranche, wie Svenja Pegatzki reflektiert.
Wunsch nach Urlaub weiterhin groß
Auch in Zeiten von Krieg und Wirtschaftskrisen sei „der Wunsch nach Urlaub“ weiterhin groß. „Das lassen sich die Kunden nicht nehmen.“ Die Buchungen liegen, wie auch im vergangenen Jahr beim Reisebüro Fernweh, im dreistelligen Bereich, führt sie weiter auf.
Trotzdem spielen Krisen und Kriege eine große Rolle. Die Kunden gehen auf mehr Kompromisse ein, und das Reiseverhalten ändere sich.
Reisedauer nicht mehr so wichtig wie zuvor
Bei der Reisedauer werden eher Kompromisse eingegangen, als an der Unterkunft. „Bis vor wenigen Jahren war die Reisedauer sehr wichtig, da haben Kunden gesagt, sie wollen 14 Tage in den Urlaub, man solle schauen, was angeboten wird. Heute ist es so, dass Kunden sagen, ich habe Budget X , mir ist die Lage, das Essen, die Sterne, das Sportangebot und so weiter wichtig, wohin und wie lange kann ich dafür verreisen?“, erklärt Pegatzki das Umdenken bei den Reisenden.
Krieg zwingt Kunden zu Kompromissen
Auch Krieg zwingt Kunden teils zum Umdenken. Einige mussten durch den Nahost-Konflikt zum Beispiel Kreuzfahren in andere Gebiete verlegen, weil der Suezkanal nicht befahrbar war, zeigt sie ein Beispiel.
Für preisbewusste Personen kommen häufig Eigenreisen mit Ferienwohnung in Frage. Das sehe man vor allem an der geringen noch zur Verfügung stehenden Ferienwohnungen in Italien in der Sommerferien. „Allerdings darf man die klassische Pauschalreise nicht außer Acht lassen. Vor allem bei sicherheitsbewussten Kunden, egal ob Familien, Paare oder Alleinreisende, die Pauschalreise ist immer noch hoch im Kurs.“
„Last Minute“ wie früher nicht mehr möglich
Eine weitere Tendenz sieht die Geschäftsführerin in den Last-Minute-Buchungen. Dieser Trend gehe stark zurück. Diese Entwicklung begrüßt die Geschäftsführerin von Fernweh. „Last Minute, wie man es vor zehn bis 15 Jahren noch gekannt hat, gibt es einfach nicht mehr. Veranstalter kalkulieren ihre Preise immer tagesaktuell, daher sind kurzfristige Reisen in der Regel teurer, als wenn man diese mit Frühbucherermäßigung bucht.“