Der Zweckverband und die darin vertretenen Kommunen investieren in die Kläranlage Balingen Foto: Zweckverband

Der Zweckverband investiert weiter in die Modernisierung der Kläranlage Balingen – inklusive vierter Reinigungsstufe und neuer Heizzentrale. Millioneninvestitionen wurden beschlossen.

Der Betriebsbericht brachte einige Zahlen und Fakten hervor.

 

Abwasser

Im Jahr 2025 wurden 8.937.910 Kubikmeter Abwasser in der Kläranlage Balingen behandelt – im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung um 21,1 Prozent. In der Verbandskläranlage Balingen wird das Abwasser der Mitgliedsgemeinden Balingen, Geislingen, Dotternhausen, Dormettingen und Albstadt-Laufen behandelt. Bei den Probeentnahmen wurden die Grenzwerte sämtlicher untersuchter Abwasserparameter eingehalten, so der Zweckverband im Sitzungsbericht. Die Reinigungsleistung der Kläranlage sei nach wie vor gut, betonte Daniel Mignat vom Ingenieurbüro sweco.

Stromverbrauch

Die Kläranlage Balingen hat im Jahr 2025 rund 1,77 MWh an elektrischer Energie verbraucht und damit etwa 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Etwa 560.000 kWh wurden von den Stadtwerken bezogen. Das ist deutlich weniger als noch im Vorjahr – der Grund: Die Steuerung der Belüftungsanlage der biologischen Stufe wurde fertiggestellt.

Insgesamt wurden 2025 mit dem BHKW 791.000 kWh Strom erzeugt. Durch Erneuerung der Regelungstechnik der biologischen Stufe ist der Stromverbrauch der Kläranlage deutlich zurückgegangen. So konnten in 2025 rund 350.000 kWh Strom eingespart werden.

Die Errichtung weiterer PV-Anlagen wird ebenfalls zur anvisierten Energieneutralität beitragen.

Bau und Sanierung

Große Bau- und Sanierungsmaßnahmen prägten das Betriebsjahr 2025: der Bau der neuen Gebläsestation mit elektrotechnischer Ausrüstung, die Sanierung des Regenüberlaufbeckens der Kläranlage und die Sanierung des Verbandssammlers.

Haushalt beschlossen

Der Haushalt 2026 für den Zweckverband wurde ebenfalls von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen. Der Wirtschaftsplan geht im Erfolgsplan mit Erträgen und Aufwendungen von 5,775 Millionen Euro aus. Die Kreditermächtigung liegt bei 3,13 Millionen Euro.

Sowohl für die Betriebskosten als auch für die Investitionskosten entrichten die Mitglieder eine Umlage an den Verband. Die Verbandsumlagen bleiben in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In 2026 liegt die Betriebskostenumlage bei 2,965 Millionen Euro. Die Anforderungen an die Reinigungsstandards der Kläranlage werden höher, dies wirkt sich auch auf die Unterhaltungs-, Bewirtschaftungs- und Personalkosten aus. Einen großen Ausgabeblock stellen im laufenden Jahr wiederum die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten (1,308 Millionen Euro) dar sowie Kosten für Unterhaltungsmaßnahmen am Klärwerk (598.000 Euro). Die Personalkosten schlagen mit rund einer Million Euro zu Buche.

Investitionen und Schulden

Investieren wird der Verband in diesem Jahr weiterhin schwerpunktmäßig in die Modernisierung der Anlagen – Maßnahmen bei der Betriebstechnik und der Reinigungsleistung der Kläranlage, Sanierung der Regenbecken sowie Erweiterung um eine vierte Reinigungsstufe. Zudem wird eine neue Heizzentrale gebaut, deren Planung in der Sitzung vorgestellt wurde – voraussichtliche Kosten von 2,38 Millionen Euro.

Der Schuldenstand des Verbandes liegt nach den Plandaten 2026 bei 10,77 Millionen Euro. Er erhöht sich nochmals deutlich gegenüber den Vorjahren. Dieses Maß der Verschuldung sei angesichts der laufenden und anstehenden Projekte unumgänglich, aber vertretbar, betonte Verbandsrechner Jürgen Eberle.

Verbandsvorsitzender

Ebenfalls in der Sitzung wurde der Balinger Oberbürgermeister Dirk Abel wurde für weitere fünf Jahre zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Die Verbandsversammlung bestätigte ihn einhellig im Amt.