Diese Hassbotschaften gegen Biker auf der B 500 haben für Aufruhr gesorgt. Sie wurden mittlerweile entfernt. Foto: Bernhard Margull

Hassparolen und Todesdrohungen gegen Motorradfahrer entlang der Schwarzwaldhochstraße (B 500) zwischen Baden-Baden und Plättig haben vergangene Woche für Aufregung gesorgt. Die Botschaften wurden jetzt von einer Spezialfirma entfernt.

Baden-Baden/Seebach - Die Spur der Parolen begann am Ortseingang von Baden-Baden und zog sich bis in den Kreis Freudenstadt. "Leg dich in dein Sarg" stand dort zu lesen oder "Biker stirb". 

Wie der SWR berichtet, ist von den Drohungen auf der Bundesstraße inzwischen nichts mehr zu sehen. Laut Stadtverwaltung Baden-Baden habe eine aufwändige Reinigung durch eine Spezialfirma stattgefunden, die auch eine halbseitige Sperrung der B 500 mit Ampelschaltung erforderlich machte. Die Kosten für die Reinigung lagen demnach im "niedrigen fünfstelligen Bereich".

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Durch die Schmierereien auf der Straße war die Diskussion um Biker auf der Schwarzwaldhochstraße wieder angeheizt worden.

Biker sind weiterhin willkommene Gäste

Dabei sind es nicht alleine die Biker, die auf der beliebten Strecke häufig rasen und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. "Wenn man sich die Beschwerden der Anwohner und das Ergebnis unserer Kontrollen anschaut, dann sind es auf der Schwarzwaldhochstraße gleichermaßen Autos wie Motorräder", erklärte Dirk Wagner, Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim, gegenüber dem Schwarzwälder Boten. In den vergangenen beiden Jahren habe es keinen tödlich verletzten Biker auf der Schwarzwaldhochstraße gegeben.

Auch für den Nationalpark Schwarzwald sind Motorradfahrer willkommene und wichtige Gäste. Eine Sperrung der B 500 für Biker kommt für Nationalpark-Leiter Thomas Wadenspuhl nicht in Frage. "Für die übermäßig laute und schnelle Fahrweise einzelner dürfen nicht alle Motorradfahrer verantwortlich gemacht werden. Die Mehrheit fährt unserer Erfahrung nach angepasst", so Waldenspuhl.

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