Auf dem ehemaligen Gelände der Spedition Vögele in Weilstetten entstehen Wohnhäuser. Foto: Häuser

Es gibt auch in Weilstetten Bedarf an neuem Wohnraum. Deshalb werden der Bebauungsplan für das ehemalige Gelände der Spedition Vögele und das Baugesuch für die zukünftige Nutzung parallel vorangetrieben.

Balingen-Weilstetten - Die Abrissbagger haben in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet: Von den Gebäuden der Spedition Vögele ist nichts mehr zu sehen. Nun könnte das geplante Bauvorhaben umgesetzt werden.

"Dafür muss zuerst noch der Bebauungsplan Frommerner Straße/Heisenbergstraße gebilligt werden", informiert Baudezernent Michael Wagner auf Anfrage. Dies soll in der Juli-Sitzung des Gemeinderats geschehen, spätestens aber in der darauf folgenden im September.

Kaum Angebot für Gebäude dieser Bauweise

Parallel dazu werde aber bereits das Baugesuch bearbeitet, das ein Projekt- und Immobilienentwickler aus dem Stuttgarter Raum eingereicht habe.

Geplant seien zunächst drei Mehrfamilienhäuser. Stellplätze für die Wohnungen würden in einer Tiefgarage zur Verfügung gestellt. Auf der übrigen Fläche seien Reihen- und Doppelhäuser vorgesehen. Wagner sieht dies positiv, denn in Balingen gebe es kaum ein Angebot für Gebäude dieser Bauweise.

Um eine weitere Kreuzung zu vermeiden, erfolgt die Zufahrt ins neue Wohnquartier über die Heisenbergstraße, schildert Wagner die weiteren Planungen. Über ein neues, inneres Erschließungssystem mit drei Wohnstraßen kämen die Bewohner an ihre jeweiligen Grundstücke. Zwei Stellplätze seien für jede Einheit vorgesehen.

Schließung einer "Lücke"

Obgleich Wagner für die Genehmigung des Baugesuchs keine Probleme erwartet – so habe zum Beispiel der Ortschaftsrat Weilstetten der städtebaulichen Konzeption zugestimmt –, soll diese erst erteilt werden, wenn mit der Billigung des Bebauungsplans und den weiteren rechtlichen Verfahrensschritte die Rechtsgrundlage gegeben sei. Ziel sei es, dass diese Ende Dezember, Anfang Januar vorliege.

Während sich Weilstettens Ortsvorsteher Wolfgang Schneider über die zu erwartende innerörtliche Verdichtung durch eine reine Wohnbebauung freut, steht Wagner der Schließung einer "Lücke" positiv gegenüber. Beide gehen davon aus, dass nach der Umsetzung der Pläne auch endgültig Ruhe im dortigen Bereich einkehre.

Wagner erinnert daran, dass dieser bisher als Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen war, sich in den vergangenen Jahren aber immer mehr zu einem Wohngebiet entwickelt hatte. Es war immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Spedition und den Anliegern gekommen, bis die Firma schließlich die Entscheidung getroffen habe, zunächst nach Empfingen und schließlich ins Schömberger Industriegebiet Nord umzusiedeln. Damit sei der Weg für ein reines Wohngebiet geebnet worden.

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