Der TSG-Vorsitzende Eugen Straubinger (links) und Finanzchef Roland Schmid verabschiedeten Fabian Kurth, Tom Schiffel und Carlos Konz vor dem Spiel gegen Walldorf. Foto: Kara

Ein letztes Saisonspiel steht zumeist auch im Zeichen des Abschieds. So auch die Partie in der Regionalliga Südwest zwischen der TSG Balingen und Astoria Walldorf. Vor dem Anpfiff verabschiedeten die TSG-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Eugen Straubinger und Finanzchef Roland Schmid drei Akteure, die den Verein verlassen.

Seine sportliche Karriere beenden wird Fabian Kurth. Der gebürtige Suhler, der in der Jugend auch für die U19 von Rot-Weiß Erfurt spielte, kam 2011 vom Bayernligisten TSV Großbardorf nach Balingen und blieb der TSG zehn Jahre treu. "Kurthe" erlangte schnell den Ruf des kompromisslosen Defensivspielers und feierte mit den Eyachstädtern zahlreiche Erfolge wie etwa die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg und den Aufstieg in die Regionalliga Südwest 2018.

Insgesamt bestritt der 31-Jährige 223 Spiele für die TSG Balingen und erzielte dabei sieben Tore. Kurth übernahm aber nicht auf dem Platz, sondern auch daneben Verantwortung: Im vergangenen Jahr wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Balinger Fußballer gewählt.

"Kurthe hat eine sehr gute Saison gespielt. Das hätten ihm viele so nicht zugetraut. Aber er war taktisch sehr gut und hat mit seiner Erfahrung viel zum Erfolg beigetragen. Er war ein gutes und wichtiges Teammitglied. Es ist klar, dass er nun kürzertreten will, aber ich denke, es war ein sehr schönes Abschiedsjahr für Kurth", findet der Balinger Cheftrainer Martin Braun lobende Worte für seinen scheidenden Abwehrrecken.

Die TSG verlassen wird auch Carlos Antonio Konz. Der 24-jährige Innenverteidiger wechselt zur neuen Saison zum Landesligisten VfL Nagold. Konz spielte bereits im Nachwuchs der TSG und rückte 2016 aus der U19 in den Aktivenkader auf. Der "lange Blonde" bestritt für Balingen insgesamt 54 Spiele in der Oberliga und der Regionalliga – sowie 18 Partien bei der zweiten Mannschaft – und erzielte dabei drei Treffer.

In dieser Saison wurde Konz von Krankheit und Verletzungen gebeutelt: Im September vergangenen Jahres infizierte er sich mit dem Coronavirus, danach folgten weitere Verletzungen, so dass es Konz in der aktuellen Spielzeit auf nur drei Spiele brachte.

"Carlos hatte in dieser Runde viel Pech. Es gab keine Phase, in der er länger als vier Wochen ohne Ausfall trainieren konnte. Das hat sich erst zuletzt gebessert. Deshalb hat er auch zuletzt gespielt und seine Sache sehr gut gemacht. Carlos ist ja noch jung und kann auch irgendwann zurückkommen zur TSG, wenn er genügend Spielpraxis gesammelt hat", sagt Braun.

Bereits nach einer Saison wieder Servus sagt Tom Schiffel. Der 25-jährige Allrounder war vor der Saison vom Oberligisten SSV Reutlingen nach Balingen gewechselt. Dorthin zieht es ihn nun auch wieder zurück. Schiffel war vom Verletzungspech geplagt und brachte es auf nur sieben Spiele in der Regionalliga Südwest. "Es ist schade, dass er geht. Denn er hat Dinge, die uns helfen können. Leider hat er sich dann noch einmal verletzt. Er hätte sicher gute Chancen gehabt, in der nächsten Saison regelmäßig zu spielen. Aber wir respektieren seine Entscheidung", so Braun.

Gut möglich, dass dies nicht die einzigen Abgänge sind. Denn auch die beiden "Urgesteine" Marc Pettenkofer und Torhüter Julian Hauser haben ihre Zukunft bei der TSG noch offengelassen. Beide sind beruflich sehr eingespannt und haben sich noch nicht endgültig entschieden, ob sie den großen Aufwand weiter auf sich nehmen, in der Regionalliga zu spielen.

"Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn die beiden weitermachen würden, denn sie haben eine sehr gute Saison gespielt. Die zwei tun der Mannschaft auch als Typen gut, weil sie klar im Kopf sind. Aber die letzte Entscheidung, wie es weitergehen wird, liegt bei ihnen", sagt Braun.

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