Natürlich mit Kopfschutz: Dominik Salz feierte im Alter von 37 Jahren sein Zweitliga-Debüt. Foto: Daniel Karmann/dpa

Spannung im Meisterrennen, Spannung im Nichtabstiegskampf. Während die Stuttgarter Kickers am Sonntag wieder einmal patzen, bejubelt ein Direktkontrahent des FC 08 Villingen durch einen Last-Minute-Treffer einen wichtigen Dreier.

REGIONALLIGA

 

Der FC Gießen beendete am Samstag eine lange Durststrecke. Erstmals seit Ende August feierte der Aufsteiger wieder einen Sieg in der 4. Liga. Im Kellerduell gegen den Bahlinger SC sah es bis in die sechsten Minute Nachspielzeit nach einem 0:0 aus, dann erlöste Martin Mihaylov mit seinem Treffer die Hessen. Es war der erste Erfolg unter Trainer Michael Fink.

Der Abstiegskampf

Damit hat Gießen nun 15 Punkte auf dem Konto, verbesserte sich auf den 14. Rang. Dahinter folgt der KSV Hessen Kassel (15./14 Punkte), der auch unter Neu-Coach Rene Klingbeil nicht die Wende schafft. 1:3 hieß es vor 1421 Zuschauern im Auestadion gegen die U23 des FSV Mainz 05. 14 Zähler hat der Bahlinger SC (16.) gesammelt, bei Eintracht Frankfurt II (17.) sind es 13.

Schlusslicht FC 08, das ein Spiel weniger ausgetragen hat, kommt bisher auf zehn Punkte. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt also mindestens – je nach Anzahl der Absteiger – vier Zähler.

Kampf um den Aufstieg

Nicht gut war für die Nullachter, dass die Stuttgarter Kickers am Sonntag bei Eintracht Frankfurt II beim 0:0 nur einen Punkt holten. Damit haben die Degerlocher 30 Zähler (6.) auf dem Konto.

Zehn (!) mehr hat bereits Spitzenreiter TSG Hoffenheim II (40) nach dem 4:1 beim FC Astoria Walldorf eingefahren. Verfolger FSV Frankfurt (2./37) patzte beim 1:2 beim TSV Steinbach Haiger. Dritter ist nun Kickers Offenbach, der das Verfolgerduell gegen den SC Freiburg II dank zwei später Treffer mit 3:1 gewann. 5089 Zuschauer waren am Bieberer Berg dabei.

Das Zweitliga-Debüt

Unterdessen feierte der langjährige Oberliga- und Regionalliga-Haudegen Dominik Salz (Freiberg, Pforzheim, Großaspach, Stuttgarter Kickers) beim 3:2 des Karlsruher SC bei der SpVgg Greuther Fürth in der Nachspielzeit sein Profidebüt – und dies im Alter von 37 Jahren. Der Angreifer wurde in der dritten Minute der Nachspielzeit für den Georgier Budu Zivzivadze eingewechselt.

„An alle unter 37: Ihr habt noch ein bisschen Zeit! Glückwünsche an Dominik Salz zum Debüt in der 2. Bundesliga!“, schrieb der KSC beim Kurznachrichtendienst X. Der Stürmer mit dem markanten Kopfschutz hatte sich in seiner bisherigen Karriere ausschließlich im Amateurfußball einen Namen gemacht. Auf Fünftliga-Niveau war Salz jahrelang nicht nur als Mentalitätsmonster bekannt, sondern auch als ein gefürchteter Knipser: In der Oberliga stehen in 268 Spielen 129 Treffer zu Buche.