Die Nullachter bedanken sich nach dem 3:1-Coup gegen Meister Hoffenheim II bei ihren Heimfans. Foto: Eibner-Pressefoto

Das Abenteuer Regionalliga Südwest ist für den FC 08 Villingen vorbei. Tore, Fairness, Zuschauer und mehr – das war die Saison 2024/25.

Erst am 34. und letzten Spieltag fielen im Südwesten die letzten Entscheidungen. Dann war klar, dass neben den Nullachtern auch der 1. Göppinger SV, der wohl in der neuen Oberliga-Runde von Mario Klotz gecoacht wird, der FC Gießen und Eintracht Frankfurt II absteigen. Die TSG Hoffenheim II, vom Schlusslicht aus Villingen am vorletzten Spieltag bezwungen, stand schon länger als Meister fest.

 

Die Entscheidungen

Am Ende hatte die Bundesliga-Reserve aus Hoffenheim 74 Punkte auf der Habenseite. Vizemeister Kickers Offenbach kam auf 64 Zähler. Einen starken dritten Rang belegte der SGV Freiberg (63).

Nach 34 Partien war es wieder einmal so, dass die „traditionsreichen“ 40 Punkte für den Klassenerhalt reichten. Damit schaffte der Bahlinger SC – trotz des 3:4-Zitterspiels an der Ponderosa am Samstag gegen den FC 08 – die Versetzung. Dem FC Gießen fehlten am Ende zwei Zähler zum Ligaverbleib.

Villingen hatte mit 21 Punkten schon länger keine Klassenerhaltschancen mehr.

Tore und Siege

Mit 86 Treffern stellte Hoffenheim II auch die mit Abstand beste Offensive der Liga. Dahinter folgten Offenbach (75) und der FSV Frankfurt (60). Die TSG-Reserve besaß auch die beste Defensive mit 33 Gegentoren. 37 „Buden“ bekam Freiberg, 42 die Kickers aus Hessen. Klar, dass Hoffenheim auch die meisten Siege (23) einfuhr.

Knapp 7000 Zuschauer sahen im Schnitt die Heimspiele von Kickers Offenbach. Foto: Eibner-Pressefoto

Nur fünf Dreier, davon aber zuletzt zwei in Folge, schaffte der FC 08. Villingen kassierte auch die meisten Niederlagen (23). Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz teilte gleich 13 Mal die Punkte.

Hin- und Rückrunde

In der Hinrunde konnte der FSV Frankfurt mit Hoffenheim II (jeweils 37 Punkte) mithalten, in der Rückrunde war Freiberg (37) mit der TSG (38) fast auf Augenhöhe. Doch insgesamt die Bundesliga-Reserve eine Klasse für sich.

Ganz stark waren Hessen Kassel (33), der Bahlinger SC (26) und auch Absteiger FC Gießen (26) in der Rückrunde. Zum Vergleich: Die ambitionierten Stuttgarter Kickers fuhren in der Rückrunde ganze 23 Zähler ein.

Villingen holte zehn seiner 21 Punkte in der Vorrunde, zehn waren es in der Restsaison.

Daheim und auswärts

Kickers Offenbach war die Heimmacht der Liga. 42 Punkte sprangen am Bieberer Berg heraus. 39 Heimzähler holte die TSG Hoffenheim II, nur zwölf waren es beim FC 08 im heimischen Friedengrund.

Auswärts war Hoffenheim (36) das mit Abstand beste Team – dahinter folgten Freiberg und Steinbach (je 28). Auch in dieser Statistik belegte Villingen (9) den letzten Rang.

Fairness-Tabelle

Die Stuttgarter Kickers waren das fairste Team der Liga – vor dem 1. FSV Mainz II und Kickers Offenbach. Die „bösen Buben“ stellte der FC 08 Villingen mit 97 Gelben Karten (Spieler und Offizielle), fünf Ampelkarten und zwei Roten Karten. Auch beim TSV Steinbach Haiger und beim 1. Göppinger SV ging es sehr zur Sache.

Die Torjäger

Cas Peters vom FSV Frankfurt holte sich mit 21 Toren die Kanone. Einen Treffer weniger hatten Justin Steinkötter (TSV Steinbach Haiger) und David Mokwa Ntusu (TSG Hoffenheim II) auf dem Konto. Der Villinger Marcel Sökler landete mit 13 Toren in der Torschützenliste auf dem geteilten achten Rang.

Die Zuschauer

In einer anderen Statistik hätten die Nullachter dagegen den Klassenerhalt geschafft. In der Zuschauertabelle belegen die Villinger mit 966 Besuchern im Schnitt pro Spiel den zwölften Rang. Dahinter folgen der Bahlinger SC (957), der FC Gießen (873), der 1. FSV Mainz II (601), der FC-Astoria Walldorf (490), Meister Hoffenheim II (483 dank der Gästefans) und der SGV Freiberg (459).

Zuschauerkrösus waren die Offenbacher mit im Schnitt 6779 Fans am Bieberer Berg. Im Degerlocher GAZI-Stadion der Stuttgarter Kickers waren es 4738 Besucher im Schnitt. Auch Eintracht Trier (2970) und Hessen Kassel (2641) konnten sich auf ihre Fans verlassen.

Die Kickers Offenbach lockten im Schnitt 3387 Fans in fremde Stadien, die Stuttgarter Kickers 2429. Auswärtsspiele des FC 08 wollten durchschnittlich 1510 Zuschauer sehen.