Nach der 0:4-Niederlage in Frankfurt wollen es Simon Klostermann und die TSG gegen Homburg besser machen. Foto: Eibner

Keine Zeit zu Lamentieren nach der 0:4-Pleite beim FSV Frankfurt haben die Fußballer der TSG Balingen. Denn bereits am Samstag steht die nächste schwere Partie in der Regionalliga Südwest an, wenn um 14 Uhr der FC Homburg gastiert.

Tief saß der Frust am Mittwochabend in der Frankfurter PSD Bank Arena bei den Balinger Spielern nach dem Schlusspfiff. 0:4 hatten sie verloren und waren durch die sechste Niederlage im neunten Spieltag ganz ans Tabellenende gerutscht.

"In der ersten Halbzeit haben wir es ganz gut gemacht; Frankfurt hatte ebenso wie wir nicht viele Chancen", blickt der Balinger Cheftrainer auf die ersten 45 Minuten zurück. Doch unmittelbar nach Wiederanpfiff nahm das Verhängnis seinen Lauf: 35 Sekunden waren in Halbzeit zwei gespielt, als Ivan Franjic das 1:0 für den FSV gelang. Nur wenig später erhöhte Leonhard von Schrötter per Kopf auf 2:0 (55.), ehe dann Jake Hirst mit dem 3:0 (57.) den Sack binnen zehn Minuten zumachte. Das 4:0 (80.) fiel dann am Ende nicht mehr ins Gewicht. "Das erste Gegentor war unglücklich, wir haben einen kleinen Fehler gemacht, den der Gegner prompt genutzt hat", analysiert Braun. Beim 2:0 habe sich das Fehlen des rot-gesperrten Kapitäns Matthias Schmitz bemerkbar gemacht, der auch noch gegen Homburg fehlen wird. "Normalerweise steht bei einer Ecke Matze und köpft das Ding raus", so Braun, der sich stark an die Partie beim FC Gießen (1:3) erinnert fühlte: "Das ist ähnlich gelaufen. Eine Mannschaft, die in einer schweren Phase steckte, ist schnell nach der Halbzeit in Führung gegangen. Das hat dem FSV Energie gegeben."

Doch lange wollen sich Braun und sein Team mit der Niederlage nicht aufhalten. "Für uns gilt es, schnell zu regenerieren und dann den Fokus auf das Spiel gegen Homburg zu legen", sagt der 52-Jährige. Denn mit den Saarländern gastiert ein Gegner, der momentan wohl nur so vor Selbstvertrauen strotzen dürfte: Mit dem 1:0 gegen den Bahlinger SC feierte das Team von Trainer Timo Wenzel seinen fünften Sieg in Folge.

"Das ist eine Mannschaft, die für mich schon vor der Saison zu den Anwärtern auf die vorderen Plätze gezählt hat", weiß der TSG-Coach, was auf sein Team zukommt. "Wir versuchen, das Frankfurt-Spiel abzuhaken und wollen uns an der guten Leistung orientieren, die wir gegen den TSV Steinbach-Haiger gezeigt haben, der auf ähnlichem Niveau ist", gibt der Balinger Übungsleiter die Marschrichtung vor. "Homburg verfügt über viel Erfahrung und körperliche Stabilität. Der FC ist seit über 300 Minuten ohne Gegentor und hat die vergangenen drei Spiele 1:0 gewonnen. Das heißt für uns, einerseits defensiv ebenfalls gut zu stehen und möglichst keine Fehler, auch keine kleinen, zu machen – die wurden zuletzt vom VfB Stuttgart und Frankfurt bestraft – und andererseits die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, konsequent zu nutzen", ist sich der Balinger Übungsleiter darüber im Klaren, worauf es gegen Homburg ankommen wird. Personell kann Braun wieder auf Lukas Foelsch zurückgreifen, der beim FSV aus privaten Gründen gefehlt hatte, ansonsten stehen ihm die gleichen Spieler wie zuletzt zur Verfügung. "Wir werden versuchen aus der Situation des Beste zu machen."