Die Spielrunde 2020/2021 der Regionalliga steht auf ganz wackligen Beinen. Foto: Löffler

Der Basketballverband Baden-Württemberg sieht Chancen, die Spielrunden in der Regionalliga und der Oberliga noch verkürzt durchziehen zu können. Im Jugendbereich wird dagegen der Spielbetrieb nicht mehr aufgenommen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die meisten Sportverbände, deren Spielrunden vor allem in der Halle über die Bühne gehen, haben die zunächst im Herbst vergangenen Jahres unterbrochene Saison 2020/ 2021 aufgrund der Corona-Pandemie inzwischen abgebrochen und damit für beenden erklärt.

Der Basketballverband Baden-Württemberg (BBW) lässt sich derweil noch ein Hintertürchen offen und hat im Seniorenbereich (Damen und Herren) zumindest die Spielrunden in der Regionalliga und in der Oberliga noch nicht definitiv abgeschlossen.

Der BBW-Sportausschuss sieht noch die Möglichkeit, die Saison in einer verkürzten Form fortzusetzen. Ab Mai müsste zumindest noch die Vorrunde zu Ende gespielt werden. Die Aufsteiger würden dann anhand der Platzierungen zum Ende dieser Vorrunde ermittelt.

Keine Absteiger

Darüber hinaus wurde entschieden, dass es in den BBW-Seniorenligen in der Saison 2020/21 keine Absteiger geben wird. Ebenfalls wird es den Vereinen freigestellt, an diesen Spielen teilzunehmen. Bei einem Verzicht werden keine Strafen erhoben. Die endgültige Entscheidung über die Fortsetzung der Saison wird der BBW-Sportausschuss, dem alle Bezirke angehören, voraussichtlich in der Woche vor den Osterferien treffen.

Sollte der Sportausschuss dann zu der Entscheidung kommen, dass der Spielbetrieb nicht rechtzeitig wieder aufgenommen werden kann, so dass die Vorrunde bis zum 30. Juni abgeschlossen werden kann, dann müsste auch in den Seniorenligen die Saison abgebrochen werden.

Saison annuliert

Im Nachwuchsbereich geht definiv nichts mehr. Der Jugendausschuss stellte fest, dass der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen werden kann. Die Saison 2020/2021 wird daher für alle BBW-Jugendligen annulliert. Es gibt auch keine Meister.

Diesen Schritt begründet der Jugendausschuss damit, dass seitens des Deutschen Basketballbundes (DBB) die deutschen Jugend Meisterschaften abgesagt wurde und die Hallen nicht in allen BBW-Regionen/Landkreisen zum Ende der Osterferien geöffnet werden.

Das aber wäre die Voraussetzung gewesen, um vier Wochen später mit der Fortsetzung der Saison zu beginnen. Bei einer späteren Öffnung der Hallen ist eine Fortsetzung der Spielrunde im Jugendbereich daher nicht mehr möglich.

Mit Situation abgefunden

Beim Regionalligisten KKK Haiterbach hat man sich mit der Situation inzwischen abgefunden und die Saison abgehakt. "Wir denken nicht, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wir haben inzwischen einige Monate nicht gespielt, da bräuchten wir mindestens vier Wochen Training, um weitermachen zu können. Bei den Spielen, die für uns noch ausstehen, würde die Saison für uns wahrscheinlich weit in den Sommer hineingehen", sagt KKK-Abteilungsleiter Jan Rupcic.

"Das einzig wirklich Positive wäre, dass wir ohne Druck aufspielen könnten. Vor allem die jungen Spieler könnten auf diesem Level Erfahrung sammeln. Es wäre eine Art langsamer Einstieg und eine Vorbereitung für eine hoffentlich dann wieder reguläre Saison 2021/2022 mit dem Start im Herbst."

Die U16-Jugend der Haiterbacher wird nach Lage der Dinge die kommende Saison in der Oberliga angehen, die U18 in der Landesliga.

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