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Region Vom Blitz getroffen: Einer von zehn stirbt

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Blitze können für Menschen sehr gefährlich werden. Die Gefahr, tatsächlich von einem getroffen zu werden, ist aber sehr gering. Foto: Schmidt

Region - Ordentlich gekracht hat es am Wochenende wieder vielerorts in der Region. Nach der Wärme am Tag traten meist am Abend Gewitter auf - in Hardt (Kreis Rottweil) wurden Keller überflutet. Dass Menschen bei Gewittern durch Blitzeinschläge verletzt werden, kommt indes aber sehr selten vor. Wenn es dann doch passiert, kann es tödlich enden. So passiert in den Bayerischen Voralpen: Dort waren am Pfingsmontag zwei junge Männer zum Wandern unterwegs und wurden von einem Gewitter überrascht. Ein Blitz schlug in eine Fichte ein. Der Mann, der sich in der Nähe des Baumes befand, erlitt tödliche Verletzungen. Sein Begleiter wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, ist aber außer Lebensgefahr.

Nach Schätzungen werden in Deutschland zwischen 50 und 100 Leute pro Jahr direkt von einem Blitz getroffen. Wirklich belastbar sind nur die Zahlen zu den Vorfällen, die tödlich endeten. Fünf bis zehn sind es in Deutschland pro Jahr, also stirbt in etwa einer von zehn Getroffenen. Vom Blitz getroffen zu werden, sei so unwahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto, wenn man ein Mal pro Jahr mitspielt, heißt es.

Strom, Hitze und Druck

Was passiert im menschlichen Körper, wenn er von einem Blitz getroffen wird? Blitze sind gleich dreifach gefährlich: durch den Strom, die Hitze und den Druck. Von der Stelle, wo der Blitz einschlägt, breitet sich eine Druckwelle aus. Die Luft erhitzt sich auf 30.000 Grad Celsius und explodiert.

Am gefährlichsten ist jedoch der Strom, der durch den Körper fließt. Es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen; der elektrische Schlag kann die Nervenzellen so stark angreifen, dass das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert und der Atem aussetzt. Spätfolgen können Herzinfarkte, Nierenversagen, Konzentrationsstörungen oder auch Depressionen sein. Auch wenn das jetzt dramatisch klingt: Dass Menschen von einem Blitz getroffen werden, ist und bleibt selten. Und wer einige Tipps beachtet, für den ist das Risiko noch geringer.

Man kennt alte Volksweiseheiten wie "Eichen soll man weichen. Buchen soll man suchen". Schön gereimt, aber bei Gewitter unter einem Baum zu stehen, ist generell eine eher schlechte Idee. Wenn man jedoch gerade mitten im Wald ist, sollte man ein Waldstück mit jungen Bäumen aufsuchen - dort können weniger morsche Äste herabfallen -, sich hinhocken und abwarten. Und Gegenstände aus Metall sind wegen der Gefahr eines Blitzeinschlags auch tabu, ob Fahrräder, Regenschirme oder Golfschläger.

Nicht tödlich, aber mit hohen Sachschäden endeten kürzlich zwei Blitzeinschläge in Nagold und in Simmersfeld im Kreis Calw. In Nagold musste die Feuerwehr drei Mal ausrücken, weil immer wieder neue Brandherde entdeckt wurden. In Simmersfeld entstand ein Schwelbrand.

Blitze in Echtzeit verfolgen kann man über die Webseite "Lightning Maps".
 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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