Experten raten dringend zur Grippe-Impfung Foto: dpa

Die erste Grippewelle des Jahres hat im Regierungsbezirk Stuttgart ein erstes Todesopfer gefordert. Eine junge Frau in den 30ern ist am Montag an den Folgen einer Influenza-Erkrankung gestorben.

Stuttgart - Die erste Grippewelle des Jahres hat im Regierungsbezirk Stuttgart ein erstes Todesopfer gefordert. Eine junge Frau in den 30ern ist am Montag an den Folgen einer Influenza-Erkrankung gestorben. Ihre Lungenentzündung verlief deshalb tödlich, weil zur Virusgrippe noch eine Ansteckung mit Bakterien gekommen ist, die sich aufgrund des geschwächten ­Immunsystems im Körper ausbreiten konnten.

Die Grippewelle schwappt in diesem Jahr aufgrund der warmen Witterung mit Verspätung und bisher nicht so heftig ins Land, das Landesgesundheitsamt schlägt dennoch Alarm: „Es gab noch kein Jahr, in dem die Grippewelle völlig ausgeblieben ist“, sagt Epidemiologe Günter Pfaff. Deshalb rät er auch dringend zu einer Grippeimpfung, die zirkulierenden Viren würden durch den vorhandenen Impfstoff sehr gut erfasst. „Es ist definitiv sinnvoll, sich impfen zu lassen“, sagt Pfaff.

Seit Jahresbeginn sind in Baden-Württemberg in Laboruntersuchungen 22 Fälle von echter Virusgrippe festgestellt worden, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 86 Fälle. Eine Entwicklung lässt sich auch nicht vorhersehen. Das Virus wird von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen, charakteristisch für den Verlauf ist der plötzliche Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl und hohem Fieber. Pfaff: „Da zieht es einem förmlich die Beine weg!“

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