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Region Sexualstraftaten haben zugenommen

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Die Zahl der Sexualstraftaten hat laut Polizei zugenommen. (Symbolfoto) Foto: Antonioguillem-stock.adobe.com

Region - Das Polizeipräsidium Tuttlingen hat am Montag seine jährliche Kriminalstatistik veröffentlicht. Diese umfasst neben dem Landkreis Tuttlingen die Landkreise Schwarzwald-Baar, Rottweil, Zollernalb und Freudenstadt.

Insgesamt sind die 2017 erfassten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um fast sieben Prozent zurückgegangen. Das Polizeipräsidium Tuttlingen weist damit die geringste Kriminalitätsbelastung aller Polizeipräsidien in Baden-Württemberg auf. In den betreffenden Landkreisen wurden im vergangenen Jahr 18.691 Straftaten aufgeklärt.

Alle Tötungsdelikte aufgeklärt

Ermittelt wurde im Jahr 2017 in fünf Fällen wegen Mordes und in 13 Fällen wegen Totschlags. Bei den Mord-Delikten handelte es sich um drei versuchte Taten, beim Totschlag waren es zehn Versuchshandlungen. Gerade bei diesen Delikten ist es laut Polizei von entscheidender Bedeutung, innerhalb kürzester Zeit eine Ermittlungsgruppe oder Sonderkommission einrichten zu können. Alle Tötungsdelikte konnten im Präsidiumsbereich aufgeklärt werden.

Bei den Sexualdelikten war 2017 ein Anstieg von 22 Prozent zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote betrug in diesem Sektur mehr als 85 Prozent. Beim sexuellen Missbrauch ist ein Rückgang von 139 auf 102 Fälle zu verzeichnen, darunter sind der sexuelle Missbrauch von Kindern von 70 auf 57 Fälle und exhibitionistische Handlungen von 56 auf 41 Fälle gefallen.

Dagegen ist eine deutliche Zunahme von Vergewaltigungen, sexuellen Nötigungen und sexuellen Übergriffen zu verzeichnen. Dies liegt laut Polizei vor allem daran, dass die Fälle in diesem Bereich im Jahr 2016 auffallend gering im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt waren. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei diesen Sexualstraftaten beläuft sich auf 40 Prozent.

Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger ist indes leicht gestiegen. So beträgt er bei vorsätzlicher leichter Körperverletzung 36 Prozent, bei gefährlicher Körperverletzung 41 Prozent und bei gefährlicher Körperverletzung mit Waffe 44 Prozent.

Auch bei Eigentumskriminalität ist laut Polizei ein hoher Anteil ausländischer Tatverdächtiger zu verzeichnen. Bei bandenmäßigem beträgt er je nach Deliktart bis zu 95 Prozent.

Verstärkte Kontrollen gegen Einbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm im Jahr 2017 deutlich um fast 40 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 34 Jahren ab. Aufgeklärt wurden 106 Wohnungseinbrüche, das entspricht einer Aufklärungsquote von fast 40 Prozent.

Da Einbrüche in besonderem Maße das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung berühren, nimmt das Tuttlinger Polizeipräsidium hier eine polizeiliche Schwerpunktsetzung vor: Es unterstützt die örtlichen Polizeireviere und -posten bei ihren Einsätzen und führt verstärkte Kontrollen durch. Außerdem beraten die Beamten interessierte Bürger in Sachen Einbruchsvorbeugung und -schutz kostenlos und auf Wunsch vor Ort.

Im Jahr 2018 wurden 18 Ermittlungsverfahren von Gewalt gegen Rettungskräfte, insbesondere wegen Körperverletzungen, geführt. Überwiegend waren Rettungsdienste und vereinzelt Feuerwehrangehörige betroffen.

Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat abgenommen. In 174 Fällen kam es zu gewalttätigen Angriffen. Im Jahr 2016 waren es noch 187 Delikte, was ein absoluter Höchststand darstellte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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