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Region Özils Rücktritt: Kritik berechtigt?

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Stein des Anstoßes: Mesut Özil mit Recep Tayyip Erdogan. Foto: Pool

Oberndorf - Der Rundumschlag von Fußball-Profi Mesut Özil schlägt hohe Wellen. Seine Rassismusvorwürfe und die Kritik am DFB gipfelten am Sonntagabend in seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Neben hochrangigen Politikern äußern sich auch viele Internet-Nutzer zu der Affäre.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte am Montag Verständnis für Özils Entscheidung. "Mesut Özil hat jetzt eine Entscheidung getroffen, die zu respektieren ist", ließ sie eine Regierungssprecherin erklären.

Für Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gibt es in der schwelenden Affäre nicht den einen Hauptschuldigen. "Ich glaube, alle Beteiligten in der Causa sollten einmal in sich gehen. Ich sehe wenige, die nach meiner Wahrnehmung sich dort einigermaßen richtig verhalten haben", sagte er. Rückschlüsse vom Fall Özil zum Stand der Integration in Deutschland möchte er nicht ziehen.

Reaktionen auf Özils Entscheidung sind auch unter dem betreffenden Artikel auf der Webseite des Schwarzwälder Boten zu lesen. "Özil war und ist immer Türke gewesen. An sich ist das kein Problem. Das Problem haben lediglich die Schwätzer und Träumer von Multi-Kulti und die Heuchler von 'Integration durch Sport'", kommentierte etwa ein Nutzer. "Ich denke, Fussballer mit einer solchen Nähe zum türkischen Despoten sind also alles andere als Vorzeige-Natinalspieler", schrieb eine weitere Nutzerin unter dem gleichen Artikel. Ein anderer Leser distanziert sich indes noch deutlicher von dem Spieler: "Wer ist Özil? Für mich repräsentiert er lediglich mind. 70% der hier lebenden Türken."

Wir haben uns zudem in Oberndorf nach Meinungen umgehört. Was bei der Suche nach Gesprächspartnern schnell auffiel: Viele Menschen halten sich bedeckt, wenn sie öffentlich nach ihrer ehrlichen und vollständigen Ansicht zu dem Thema gefragt werden. Einige Passanten wollten gar nichts vor der Kamera sagen. Andere erklärten, dass man schnell "in eine bestimmte Ecke" gestellt werde, wenn man sich kritisch über die Integration Türkischstämmiger in Deutschland äußere. "Man darf ja heute seine Meinung nicht mehr frei äußern", lautete eine andere Antwort.

Mehr Meinungen zur Affäre um Özil gibt es im Video:

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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