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Region Drogen-Razzia in fünf Landkreisen

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Auch am Villinger Bahnhof zeigt die Polizei Präsenz. Foto: Polizei Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil - Seit Jahren verzeichnet die Polizei einen Anstieg an Rauschgiftdelikten – nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch im Bereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Wurden 2014 noch 1719 Delikte mit Rauschgiftbezug gezählt, so sind es zum Vergleich 2018 2335 Straftaten. Diese Entwicklung nahm die Polizei nun zum Anlass, um mit einer gezielten Kontrollaktion entgegenzuwirken.

Mit verdeckten Maßnahmen, aber auch mit viel offener Polizeipräsenz, waren die Polizisten am Freitag im gesamten Präsidiumsgebiet unterwegs. "Durch verstärkte Kontrollen und Einsätze versuchen wir, den steigenden Zahlen und der Verharmlosung des Themas Drogen, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Einhalt zu gebieten", so Einsatzleiter Simon Bihl.

Neben dem bloßen Besitz haben es die Beamten auch auf den Handel von Drogen abgesehen. "Besonders im Fokus sind in den Landkreisen öffentliche Plätze, an denen, so zeigt die polizeiliche Erfahrung, sich häufig Personen mit Drogen aufhalten", sagt Bihl.

Prävention im Fokus

Neben der Aufdeckung der kriminellen Strukturen hoffen die Beamten auch auf einen präventiven Effekt. "Wir wollen die Szene aufschrecken. Der ein oder andere Jugendliche überlegt es sich durch die verstärkten Kontrollen vielleicht zweimal, ob er sich an Rauschgift versucht."

Das Konzept des Einsatzes ist dabei breit gefächert. In allen fünf Landkreisen haben sich Polizeibeamte an der Aktion beteiligt. Bei den Kontrollen im Landkreis Freudenstadt wurden die Polizisten zusätzlich von Beamten der Bundespolizei unterstützt. In Tuttlingen und Rottweil beteiligen sich mehrere Angehörige des Zolls. Darüber hinaus waren auch Beamte des Polizeipräsidiums, Mitarbeiter der Stadtverwaltungen und Rauschgiftspürhunde an der Aktion beteiligt. Mehr als 100 Beamte waren in die Kontrollaktion eingebunden.

Neben den verstärkten Kontrollen setzt die Polizei beim Thema Rauschgift auch auf Vorbeugung in den Schulen. Das Referat der Polizeiprävention mit ihren Standorten in allen Landkreisen bietet Schulen Vorträge zu diesem Thema. Dabei werden neben den Kindern und Jugendlichen auch Eltern und Lehrer informiert, wie beispielsweise entsprechende Anzeichen für Drogenkonsum frühzeitig zu erkennen sind.

Die Beamten kontrollierten im Laufe des Abends mehr als 360 Personen und mehr als 100 Fahrzeuge. In elf Fällen fanden die Beamten Drogen bei Personen auf. Weiter wurden fünf Personen kontrolliert, die illegale Waffen bei sich trugen.

"Einsätze wie dieser sind wichtig. Neben dem, was am Ende letztendlich als Ergebnis auf dem Papier steht, wollen wir, dass die Bürger im Präsidiumsbereich sich sicher fühlen. Ihre Polizei tut etwas für sie", so Bihl.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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