Überschwemmungen werden durch Regenüberlaufbecken vermieden. Foto: Martina Berg - stock.adobe.com

Der Geislinger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Regenüberlaufbecken beschäftigt. Diese entsprechen in keinster Weise den heutigen Anforderungen.

Die drei Regenüberlaufbecken (RÜB)  „Müllergasse“, „Unter dem Hof“ und „Kläranlage“ im Einzugsgebiet der Kläranlage von Binsdorf-Erlaheim entsprechen maschinen-, elektro- und sicherheitstechnisch in keinster Weise mehr den heutigen Anforderungen, so dass eine grundlegende Sanierung unumgänglich ist.

 

„Diese RÜB sind in die Jahre gekommen. Gerade die Elektro-Technik ist stark veraltet. Wir können froh sein, wenn die Pumpen überhaupt noch laufen, und die Sicherheit ist alles andere als gegeben, denn eine Begehung kann lebensgefährlich sein, weil es unter anderem fünf Meter senkrecht nach unten geht“, erörterte der Geislinger Bauamtsleiter Markus Buck in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Schmid: Über Notwendigkeit müssen wir nicht diskutieren

„Über die Notwendigkeit der Sanierung brauchen wir nicht zu diskutieren“, schlägt Geislingens Bürgermeister Oliver Schmid in die gleiche Kerbe. In der Gemeinderatssitzung am 15. Mai 2024 wurde das Ingenierbüro Sweco mit der Ausführungsplanung beauftragt, die ihren Anfang mit der Sanierung des RÜB „Müllergasse“ finden wird.  Die Submission für die Gewerke fand Anfang dezember statt. Der Gemeinderat entschied  jüngst einstimmig, dass die Firma Stetter aus Hochdorf zu einem Gesamtbruttopreis von 71 638 Euro mit der Vergabe des Gewerks maschinentechnische Ausrüstung betraut wird. Stetter setzte sich genauso wie die für eine Angebotssumme von 114 446,17 Euro  mit der elektrotechnischen Ausrüstung bedachten Tailfinger Firma Andreas Rapp gegen jeweils zwei Mitbewerber durch.

Start der Sanierung wurde verschoben

Das Gewerk Maschinentechnik umfasst den Austausch der Pumpen im Pumpschacht inklusive Verrohung, Führungsrohre, Kupplungsfüße und Armaturen, den Austausch der Beckenfüllstandsmessung und den Verbau einer Durchfluss- und Beckenüberlaufmessung sowie Schlosserarbeiten.

Beim Gewerk Elektro-Technik steht die Lieferung und Montage eines Außen-Steuerschranks und einer neuen Automatierungsstation sowie die  Integration dieser in das neue Fernwirksystem sowie der Anschluss und die Inbetriebnahme der bauseits gelieferten Durchflussmessung in der Druckleitung, der Rührwerke und der Tauchpumpen an.

Ursprünglich waren für die Finanzierung Mittel von 140 000 Euro für das Haushaltsjahr 2025 und 250 000 Euro für das Haushaltsjahr 2026 eingeplant. Da die Sanierung nicht wie ursprünglich gedacht  bereits 2025 begann, werden die Mittel in den Haushaltsplan für 2026 übertragen. „Bei solchen umfangreichen Sanierungsarbeiten muss leider über solche Summen geredet werden“, so Schmid.