Energieriese der Gemeinden ist ganz klar Hornberg, die Kommune kommt auf 30.386 Kilowatt, deren Top fünf Produzenten allesamt auf Windkraft setzen.
Die Energie, die jährlich im Tal produziert wird, stammt vor allem aus Solarenergie, Wind- und Wasserkraft. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Marktstammdatenregisters hervor. Fossile Brennstoffe finden sich beim Blick in das Register kaum. Eine Aufschlüsselung der Gemeinden nach ihren größten fünf Erzeugern.
Hausach: Knapp 15.480 Kilowatt werden in der Gemeinde jährlich produziert. Dieser Wert beschreibt die Nettonennleistung, das heißt die maximale Leistung aller Anlagen in der Stadt. Spitzenreiter ist hier der Windpark Prechtaler Schanze mit rund 4200 Kilowatt. Dicht darauf folgt die Firma Richard Neumayer, die Stahl auf Fertigungsanlagen in Präzisionsschmiedeteile umarbeitet. Neumayer setzt auf Solarenergie mit einer Nennleistung von 1370 Kilowatt. Die Plätze drei bis fünf werden ebenfalls von Solarkraft dominiert, zwei der Anlagen werden von Privatpersonen betrieben. Den fünften Platz belegt mit einer Leistung von 310 Kilowatt aus Solarenergie das Elektrizitätswerk Mittelbaden.
Wolfach: Den Spitzenwert in der Stadt erreicht der Windpark Hohenlochen mit 4200 Kilowatt aus Windkraft. Auf Platz zwei liegt eine PV-Anlage der Firma Sachtleben Bergbau mit 348 Kilowatt. Auch auf Solarenergie setzt Platz drei im Ranking. Die Maschinenbau-Firma Supfina kommt mit einer Anlage auf insgesamt 250 Kilowatt. Auf Platz vier ist die Wasserkraft vertreten; hier kommt die Firma Carl Leipold, die Präzisionsdrehteile fertigt, auf 185 Kilowatt. Dicht gefolgt von Walter Solar mit 179 Kilowatt aus solarer Erzeugung. Insgesamt kommt Wolfach auf eine Gesamtleistung von 13.119 Kilowatt.
Oberwolfach: Die Firma Uhl Kies und Baustoffe betreibt Solareinheiten, die mit 315 Kilowatt die ertragreichsten in Oberwolfach sind. Die Gemeinde kommt insgesamt auf 5431 Kilowatt Nettonennleistung. Bis auf Energie aus Wasserkraft auf Platz drei, betrieben vom Wasserkraftwerk Walke, werden die Top fünf in Oberwolfach von der Solarenergie dominiert. Die Firma Karlheinz Lehmann, spezialisiert auf Zerspanungstechnik, kommt mit einer Anlage auf 142 Kilowatt, dicht gefolgt von Geiger Raum-Konzepte mit 135 Kilowatt.
Fischerbach: Wind- und Solarenergie sind klare Spitzenreiter in der Gemeinde. Von der gemeindlichen Nettonennleistung von 8891 Kilowatt liefern das Elektrizitätswerk mit 3000 Kilowatt und „Brandenkopf Wind“ mit rund 1000 Kilowatt den Löwenanteil aus Windenergie. Platz drei in Fischerbach wird von einem privaten Betreiber mit einer Photovoltaikanlage mit Nettonennleistung von 440 Kilowatt belegt, gefolgt von Schätzle Bau mit rund 220 Kilowatt und einem weiteren privaten Anbieter, der rund 197 Kilowatt aus Solarenergie auf den Zählerstand bringt.
Hofstetten: Die fünf größten Energielieferanten sind allesamt Photovoltaikanlagen. Die Gemeinde kommt auf eine Nettonennleistung von insgesamt 2900 Kilowatt, 131 Kilowatt davon werden von der Firma Uhl Holzbau erzeugt. Die Plätze zwei und drei werden von der Firma Bühler sowie Neumaier, welche Präzisionsteile fertigt, und Streit Liegenschaften mit 90 und 69 Kilowatt belegt. Die letzten beiden Plätze werden mit 40 und 30 Kilowatt von privaten Erzeugern belegt.
Hornberg: Die Stadt ist einer der „Energieriesen“ im Kinzigtal. Hornberg kommt auf insgesamt 30.386 Kilowatt, die überwiegend aus Windkraft erzeugt werden. Der Energiepark Windkapf belegt klar die ersten beiden Plätze mit jeweils 4260 Kilowatt, dicht gefolgt vom Windpark Falkenhöhe auf den Plätzen drei und vier mit 4200 Kilowatt. Auf einen Gesamtnettowert von 2000 Kilowatt bringt es die Firma Regiomix 2030, einer Ökostromgruppe aus Freiburg.
Gutach: Wie die Stadt Hornberg sind auch Gutachs fünf größte Erzeuger Windenergieanlagen. Die Gemeinde kommt auf insgesamt 26.821 Kilowatt Nettonennleistung, von denen der Windpark Prechtaler Schanze den Löwenanteil liefert. Er belegt die ersten beiden Plätze mit jeweils 4200 Kilowatt. Das Elektrizitätswerk Mittelbaden und der Windenergiepark Gutach erzeugen 3050 Kilowatt.
Haslach: Eine Besonderheit findet sich unter den ersten fünf Plätzen der Energieerzeuger der Stadt Haslach. Auf dem vierten Platz ist die Firma Bioenergie Schnellingen Erdgas, die aus Erdgas Storm macht (210 Kilowatt). Die Firma Protec, die auf Maschinenbau spezialisiert ist, landet mit einer PV-Anlage mit 490 Kilowatt auf dem ersten Platz, gefolgt von einem Nettonennwert von 429 beziehungsweise 286 Kilowatt, den die Grundstücksverwaltung Continua mit ihren beiden PV-Anlage liefert. Mit 205 Kilowatt Leistung belegt eine Anlage der Firma BBS Motorsport den fünften Platz.
Steinach: Die Gemeinde erzeugt einen Nettonennwert von 12.048 Kilowatt an Energie. Der größte Erzeuger ist der Windpark Kambacher Eck. Auf dem Kambacher Eck wurden auf rund 500 Metern Höhe vier Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 errichtet, die jeweils 3000 Kilowatt liefern. Dahinter liegt die Firma Rietoh, spezialisiert auf Stanz- und Biegetechnik. Sie liefert 440 Kilowatt aus solarer Erzeugung. Die „Armbruster Holding“, ein Hersteller für Medizintechnik, erzeugt mit solarer Energie 433 Kilowatt. Den fünften Platz belegen die Stadtwerke Haslach mit einer Gesamtleistung von 280 Kilowatt.
Mühlenbach: Ganz im Zeichen der Sonne steht die Gemeinde Mühlenbach. Auf ausnahmslos allen der ersten fünf Plätzen hier ist hier die Solarenergie Vertreten. Platz eins belegt der Gebäudeentwickler „NP Real estate“ mit einer Leistung von 51 Kilowatt. Auf Platz drei und fünf erzeugen mit 43 und 33 Kilowatt Privatpersonen Strom.
Das Register
Im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das öffentlich einsehbar ist, sind alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen registriert. Mit diesem Register sollen Meldepflichten vereinheitlich werden, um Unternehmen und Bürger, die eine Anlage zur Stromgewinnung betreiben, zu entlasten.