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Red Bull Seifenkistenrennen Stuggiteers: Fernsehturm-Rakete soll Sieg erfahren

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Die Stuggiteers, das sind Florian Gauder (hinten links) und Andreas Knoblauch sowie Dino Sadino (vorne links) und Jonatan Freude. Wir haben sie beim Bau ihrer Fernsehturm-Rakete für das Red Bull Seifenkistenrennen besucht. Klicken Sie sich durch die Bilder. Foto: StN

Stuttgart - Ein bisschen durchgeknallt sind sie schon. Sympathisch durchgeknallt. Florian Gauder, Jonatan Freude, Dino Sadino und Andreas Knoblauch heißen die Männer zwischen 26 und 38 Jahren aus Stuttgart, die als Stuggiteers beim Red Bull Seifenkistenrennen am 14. Juli gewinnen wollen. Stuggiteers wegen Rocketeer (Raketenmann): Vier Stuttgarter wollen mit ihrer Fernsehturm-Rakete den Sieg holen.

Fernsehturm-Rakete? Oh ja! Das Stuttgarter Wahrzeichen haben die Männer sich ausgeliehen, braucht es derzeit ohnehin keiner, weil seit kurz vor Ostern geschlossen. Heißt: Die Seifenkiste trägt später nicht nur einen liegenden, aus Holz nachgebauten und mit Plane ummantelten Fernsehturm, sondern auch sein Schicksal ins Ruhrgebiet. „Wir sind eine Spezialeinheit aus Stuttgart, um kundzutun, was in der Stadt abgeht“, sagt Florian Gauder.

30 Sekunden lang liefern die Stuggiteers vor dem Start des Rennens eine Bühnenshow ab. Sie sind überzeugt davon, dass sie diesen Teil gewinnen. Schließlich hat er einen „politischen Hintergrund“. Der Turm soll „als Siegessäule“ auf der Bühne stehen, und die Stuttgarter schildern dem Publikum, warum sie das Wahrzeichen mitgebracht haben und warum es derzeit geschlossen ist. Kritik an Stuttgarts OB Fritz Kuhn werden die Zuschauer auch hören. „An unsere Anzüge heften wir einen kleinen grünen OB“, sagt Gauder. Sobald der Fernsehturm auf das Gestell gelegt wird, sollen die an ihm angebrachten LEDs leuchten. „Das klappt aber nur, wenn wir noch Gewicht übrig haben“, sagt Gauder. Die Seifenkiste darf insgesamt maximal 80 Kilo wiegen.

1000 bis 2000 Euro investiert

Kreativ sind die Stuggiteers schon des Berufs wegen: Gauder ist Bauunternehmer, Stelzenläufer und Partyspiel-Agent, Sadino Designer, Knoblauch Clubbesitzer und Freude Sales Director bei einem Staubsauger-Vertrieb. Außerdem erfindet und entwickelt er mit Gauder Partyspiele. Für verrückte Aktionen sind die vier immer zu haben. Bobbycar-Rennen zum Beispiel, sagt Sadino. Eigentlich wollten sie auch beim Red Bull Klippenspringen im vergangenen Jahr mitmachen. Doch sie verpassten die Nominierung um zwei Plätze. „Und wegen zeitlicher Probleme konnten wir leider nicht bei der diesjährigen Allgäu-Orient-Rallye starten“, bedauert Sadino.

Er schüttelt den Kopf, wenn man ihn und seine Freunde durchgeknallt nennt. Normal sei er! Einer wie er, 30 Jahre alt, mit 17 hängengeblieben. "Um überall hinein zu dürfen, habe ich dann aber die 18 angenommen. Und dann die 21, um Casinos betreten zu dürfen." Wäre blöd, wenn er, der auch Pokertische designt, draußen bleiben müsse.

Wegen der bisher verpassten verrückten Aktionen fiebern die Stuggiteers umso mehr dem Seifenkistenrennen mit 69 weiteren Teams entgegen. Drei Bautage haben sie für ihre Fernsehturm-Rakete angesetzt. Jetzt am Samstag wollen sie das Fahrzeug vollenden. Gauder schätzt, dass sie in die fertige Seifenkiste 1000 bis 2000 Euro investiert haben werden. Wie gut, dass das Team Sponsoren gefunden hat.

Frühmorgens um vier Uhr werden die Stuggiteers zum Seifenkistenrennen aufbrechen. Und tragen ganz schön dick auf: Sie fahren in einer schwarzen Stretchlimousine, die mit Stuggiteers-Aufklebern übersät ist. „Wie es sich für Schwaben gehört“, witzeln die Männer.

Den Fernsehturm wollen die Stuggiteers nach dem Rennen übrigens OB Kuhn vor dem Rathaus überreichen.

Wir haben den Stuggiteers beim Bau ihrer Fernsehturm-Rakete über die Schultern geschaut. Am zweiten Bautag haben die vier ihr Fahrzeug zudem einem Härtetest unterzogen: Schafft es die Seifenkiste heil über eine Schanze? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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