Wer umzieht, muss seine Steuererklärung häufig an ein anderes Finanzamt schicken als zuvor. Foto: Scholz

Umzug beim Finanzamt melden 

Wenn man von einer Stadt in eine andere oder innerhalb einer Großstadt umzieht, ist   meist ein anderes Finanzamt zuständig. "Irritationen gibt es bei den Steuerpflichtigen immer wieder, ab wann das neue Finanzamt zuständig ist, da die Einkommensteuererklärungen ja stets nachträglich gemacht werden", weiß Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin aus Erfahrung.

Generell gilt, dass immer das Finanzamt zuständig ist, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz hat, und zwar ab dem Zeitpunkt, ab dem der Steuerpflichtige dort wohnt.

Aus Sicht des Finanzamtes tritt der Zuständigkeitswechsel aber erst dann ein, wenn es vom Umzug erfährt. "Erreicht den Steuerpflichtigen aus dem Postnachsendeauftrag nach dem Umzug noch ein Schreiben des bisherigen Finanzamtes, muss er darauf reagieren und kann sich nicht darauf berufen, dass das Finanzamt gar nicht mehr zuständig ist", gibt Bauer zu bedenken.

Dann sollte man dem bisherigen Finanzamt zumindest die neue Anschrift und geänderte Zuständigkeit mitteilen. Wenn der Steuerpflichtige seine Einkommensteuererklärungen beim neuen Finanzamt einreicht, muss er angeben, welches Finanzamt bisher zuständig war und wie seine Steuernummer dort lautete. Das neue Finanzamt bekommt dann die erforderlichen Daten und Unterlagen vom bisherigen Finanzamt.

Wenn nach dem Umzug ein neues Finanzamt zuständig ist, gilt auch die bisherige Steuernummer nicht mehr. Lediglich die Steuer-Identifikationsnummer bleibt ein Leben lang unverändert. "Beim neuen Finanzamt kann man die Einkommensteuererklärungen aber problemlos ohne Steuernummer einreichen", gibt Bauer Entwarnung.

Die gesonderte Beantragung einer Steuernummer zur Abgabe der Einkommensteuererklärung ist nicht erforderlich, da diese vom neuen Finanzamt automatisch zugewiesen wird.